1964

9.1.64:
Hauptversammlung in Trappenkamp: Monatsbeitrag Erwachsene DM 2,- und für Jugendliche DM -, 75.

29.1.64:
Der Kreisport-Verband Segeberg e.V. hatte im Einvernehmen mit dem amtierenden Vorsitzenden des Kreisschützen-Verbandes, Hans Lund, zu
einer Sitzung mit allen Schützenvereinen und -Gilden nach Bad Segeberg ins Restaurant „Ihlsee“ eingeladen, soweit diese zum kommunalen Kreis Segeberg gehören.
Thema: Neu-Organisation des Kreisschützen-Verbandes im Kreis Segeberg.
Welche Bedeutung man der Zusammenkunft beimaß, geht am deutlichsten aus der prominenten Besetzung hervor. Anwesend waren der Präsident des NDSB, Hans Werdermann, Kiel, Landessportleiter Robert Schmiedel, Geschäftsführerin des NDSB Margot Ewers, Vorsitzender des Bezirks Lübeck im NDSB Dr. Lütjohann. Der Vorsitzende des Kreissportverbandes, Herbert Lange, konnte daneben die Vertreter von 14 der insgesamt 20 im Kreis Segeberg Schießsport betreibenden Vereine begrüßen. Der Vorstand des bereits bestehenden, aber nur lose und ohne bindende Kraft fungierenden Kreisschützen-Verbandes Segeberg, stellte seine Ämter geschlossen zur Verfügung. Mit der Wahl eines neuen Vorstandes wurde zugleich der Kreisschützen-Verband neu gegründet. Seitdem gehört der Kreisschützen-Verband Segeberg zum Kreissport-Verband Segeberg. Der Vorsitzende des Kreisschützen-Verbandes hat Sitz und Stimmrecht im Vorstand des Kreissport-Verbandes. Der 1. Vorsitzende des Kreissport-Verbandes, Herbert Lange, erklärt, man wünsche, dass die Schützenvereine und – Gilden des Kreises Segeberg zukünftig nur noch für den Kreis Segeberg schießen und z.B. nicht mehr für Hamburg aktiv werden sollten. Außerdem möchte man, alle Vereine und Gilden im Kreisschützen-Verband Segeberg vereinen. Bis dahin gehörten sportlich gesehen einige Vereine aus den Kreisen Stormarn und Segeberg zu Hamburg, Sülfeld und Itzstedt unterhalten seit Jahren Bindungen zum Kreisschützen-Verband Stormarn. Diese Frage der Rückführung einiger Randkreis-Vereine war eines der schwierigsten Themen bei der Bildung des neuen Kreisschützenverbandes Segeberg. Die
Schützengilde Beckersberg, vertreten durch Otto Steenhusen und Kurt Uhlig, erklärte sich sofort bereit, in den Segeberger Fachverband zurückzukehren.
Weniger erfolgreich, aber wie es schien nicht hoffnungslos, verliefen die Bemühungen um die Sülfelder Schützen, die seit 30 Jahren im Kreisverband Stormarn schießen und sich, wie Vorsitzender Sorgenfrei sagte, nur schwer und nicht von heut auf morgen entschließen können, die bisherigen sportlichen Bindungen abzubrechen und im Heimatkreis mitzuwirken. Ähnlich dürfte es den Schützen aus Sarau / Glasau gehen, die an Eutin angeschlossen sind (später Kreisverband Ostholstein). Auch der Itzstedter Schützenverein, der eine enge Bindung an den Kreisschützen-Verband Stormarn hat, war noch nicht zu einem Anschluss an den neuen Segeberger Schützenverband zu bewegen. Die übrigen 12 Vereine / Gilden jedoch gaben sogleich ihr Einverständnis bekannt.
Damit erklärten sich zum „neuen“ Kreisschützenverband Segeberg ab sofort zugehörig:
– Schützenverein Roland Bad Bramstedt
– Sportschützen Quaal
– Schützenkameradschaft Schmalfeld
– Sportschützen Trappenkamp
– Wahlstedter Schützengilde
– Schützenverein Wittenborn
– Stadtvogelschützengilde v. 1725 Bad Segeberg
– Sportschützen Kisdorferwohld
– Schützengilde Beckersberg, Ulzburg
– Segeberger Bürgerschützen
– Sportschießverein Groß Kummerfeld
– Sportgemeinschaft Seth
Der bislang amtierende Kreisvorsitzende Hans Lund stellte sich, aufgrund seines Alters, nicht erneut zur Wahl. Dem neuen Vorstand gehören an:
– Kreisvorsitzender Kurt Uhlig, Schützengilde Beckersberg
– stellv. Kreisvorsitzender Heinrich Flucke, Stadtvogelschützengilde
– Schützenmeister und Leiter Rundenwettkämpfe Gerhard Weber, Trappenkamp
– stellv. Schützenmeister Hans Lund, Stadtvogelschützengilde
– Schriftführer Karl-Heinz Westphal, SE Bürgerschützen – Schatzmeister Ernst August Stegelmann, Stadtvogelschützengilde Segeberg
– Jugendwart Harry Schmidt, Wahlstedt
– Damenreferentin Gertrud Brämer, Kisdorferwohld

Schützenbruder Westphal, Segeberger Bürgerschützen, stellte den Antrag, Hans Lund, Stadtvogelschützengilde Segeberg zum Kreis-Ehrenvorsitzenden zu wählen. Alle anwesenden Delegierten stimmten dem Antrag zu und wählten den 72 jährigen nimmermüden Senior zum 1. Kreis-Ehrenvorsitzenden.
Es war erstaunlich zu sehen, mit welchem Elan die Schützen an die Neugründung herangingen. Die Schwierigkeiten, die mancher wohl im stillen befürchtet hatte, traten nicht ein oder wurden durch den festen Willen der Beteiligten – Motto: Jetzt oder nie! – aus dem Wege geräumt. So erlebte man bei den Wahlen der Vorstandsmitglieder eine Einmütigkeit, die im allgemeinen bei der Vergabe von „Pöstchen“ kaum üblich ist.

17.2.64:
Der Bezirk Lübeck des NDSB hat seinen Bezirksschützentag nach Trappenkamp in den „Birkenhof“ einberufen, um die hervorragenden sportlichen Leistungen der Trappenkamper Sportschützen zu würdigen. Eröffnung durch den 1. Vorsitzenden des Bezirks Lübek, Dr. Lütjohann. Bürgermeister Berßin versprach, daß möglichst noch in diesem Jahr das Gelände für einen Schießstand gekauft werden solle. Auch er lobte die Leistungen der Trappenkamper Sportschützen trotz mangelhafter Trainingsmöglichkeiten.
Dem Bezirk gehören jetzt 39 Vereine mit 1905 Mitgliedern an, 400 mehr als im Vorjahr. Jüngstes Mitglied sind die Sportschützen Kisdorferwohld, gegründet im Mai 1963. Lebhafte Diskussion über die Neuordnung nach politischen Kreisen und den Scheibenverkauf durch den NDSB. Das Problem der Zuordnung liegt darin, daß verschiedene Vereine zu auswärtigen Schützenbünden gehören, z.B. Stormarn und Lauenburg, die nach Hamburg orientiert sind. Neuer Rundenkampfleiter wurde Gerhard Weber aus Trappenkamp. Neuer Jugendleiter Asmus Frantzen, Malente; Damenreferentin Gertrud Brämer, Kisdorferwohld. 2, Bezirksvorsitzender ist Hans Wegner.

28.2.64:
Mit 1001 Ringen zu 986 Ringen gewannen die Schützen des Stutzenklubs der Stadtvogelschützengilde den Rückkampf gegen den jüngsten Schützenverein des Kreises Segeberg, den Sportschützen aus Kisdorferwohld, der in „Küpers Gasthof“ stattfand.

Februar 64:
In Groß Kummerfeld hilft die Patenkompanie der
Bundeswehr beim Planieren des Schießstand-
Grundstücks.

12.3.64:
Sitzung des neu gewählten Kreisvorstandes. Man beschloß sich zu bemühen, daß auch die Vereine, die sich dem Kreisschützenverband bislang nicht angeschlossen haben, kurzfristig beitreten. Dafür werde man auch diese Vereine über die Kreisverbandsarbeit informieren. Es wurde festgelegt, daß die Vereine zur Deckung der Kosten für die Kreismeisterschaft zukünftig dem Kreisschützenverband jährlich eine Pauschale vergüten. Bis 50 Mitglieder DM 5,- darüber DM.

25.3.64:
Sülfeld beschließt Mitgliedschaft im Kreisschützenverband Segeberg ohne Verpflichtung, im Kreisverband mitmachen zu müssen.

4.4.64:
Sitzung des NDSB am 3.4.64. im Restaurant „Ihlsee“ in Bad Segeberg mit den Vorständen der Kreissportverbände Segeberg, Lauenburg und Stormarn, sowie den Vorständen der Schützenvereine aus den Kreisen. Thema: Vorbereitungen zwecks Gründung eines Bezirks Südost-Holstein im NDSB. Die ständig steigende Mitgliederzahl und das wachsende Interesse am sportlichen Schießen machen organisatorische Änderungen notwendig. Man ist sich einig, einen solchen neuen Bezirk zu gründen. Bis dahin:
Kommissarischer Vorsitzender des Bezirks Südost-Holstein wurde der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Kurt Uhlig. Voraussetzung für die Gründung war, dass sich Vereine der Kreise Segeberg, Lauenburg und
Stormarn zur Mitarbeit bereiterklärten. Endgültige Wahlen sollen folgen.
Kreis Lauenburg: Kommissarischer Vorsitzender für den Bezirk neben Kurt Uhlig: Schützenbruder Bender, Kreis Stormarn: Schützenbruder Riemann.

10.4.64:
Hauptversammlung in Wahlstedt in Eckerts Gasthof unter der Leitung von Adolf Elfers. Der Schießstandbau ist abgeschlossen, Kosten DM 37.000,-; getragen von der Gilde und dem Kyffhäuser-Verband, Bezuschussungen durch die Gemeinde. Mitgeholfen haben auch die Soldaten der Patenschaftskompanie des Segeberger Panzergrenadier Bataillons 182. Monatliche Kosten für den Stand zukünftig: ca. DM 35,- bis DM 40,-. Mitgliederbestand: 98. Das Schützenfest soll zukünftig ein Volksfest werden. Es ist eine Flutlichtanlage geplant; dann kann auch an dunklen Tagen geschossen werden.

17.4.64:
Es sind 14 Vereine im Kreisschützenverband Segeberg, die dem Bezirk Süd-Ost-Holstein angeschlossen sind. Da die vorhandenen Schießstände nicht ausreichen, sind Erweiterungen dringend erforderlich. Die Kreismeisterschaft muß an 4 Tagen auf 5 Ständen durchgeführt werden. Kreissportverbands-Vorsitzender Lange sagte Kostenbeteiligung im nächsten Haushalt zu.

28.4.64:
Im neuen Bezirk Südost-Holstein sind 14 Vereine des Kreisverbandes
Segeberg zusammengeschlossen. 11 beteiligten sich an der Kreismeisterschaft; gegenüber 4 im Vorjahr eine deutliche Steigerung. Eine großezentrale Schießanlage jedoch fehlt bislang. So schoss man an verschiedenen Orten:
Wahlstedt, Quaal, Bad Segeberg und Ulzburg. 170 Schützen mit 340 Starts nahmen teil. Gesamtleitung hatte Kurt Uhlig unterstützt vom Kreisschützenmeister Gerhard Weber. Besonders hervorzuheben ist die Leistung des Deutschen Exmeisters Hans Lund von der Stadtvogelschützengilde, der sich in der Seniorenklasse drei Kreismeistertitel erkämpfte.

13.5.64:
Neuaufnahme in den Kreissportverband Segeberg: Sportschützen Kisdorferwohld, Schützengilde Beckersberg, Stadtvogelschützengilde Se-
geberg, Segeberger Bürgerschützen, Sülfelder Schützengilde, Schießsportverein Groß Kummerfeld. Dem Verband gehören nunmehr 75 Vereine an. Den größten Anteil an Mitgliedern haben die Schützen.

25.5.64:
9870 Schuss bei den Bezirksmeisterschaften des neu gebildeten Bezirks VIII Südost-Holstein. 51 Mannschaften und 25 Einzelschützen kämpften drei Tage lang. Die Leistungen der Schützen waren vorzüglich. Es war eine umfangreiche Organisation erforderlich, sie funktionierte ausgezeichnet.

2.6.64:
Die Segeberger Bürgerschützen haben den ehemaligen Schießstand der Kyffhäuser in Traven-thal übernommen und wollen diesen für DM 50.000 ausbauen.

20.6.64:
Schützenasse kämpfen vom 7.6. – 12.7. um die Landestitel. Der NDSB hat jetzt 11.975 Mitglieder in 217 Vereinen.

23.6.64:
Neuer Vorsitzender in Wittenborn ist Kurt Römling.

24.6.64:
Pokalschießen in Schmalfeld. Hierfür wurde u.a. vom früheren Boxweltmeister im Schwergewicht, Max Schmeling, ein Pokal gestiftet.

3.7.64:
Die Gemeindeverwaltung Trappenkamp beschließt, dem Bau eines Schießstandes zuzustimmen.

6.7.64:
Richtfest bei den Segeberger Bürgerschützen in Traventhal für Clubraum und LG-Stand.

19.7.64:
Der Schützenverein Schlamersdorf und Umgebung feiert in der Berliner „Mühle“ anläßlich seines 10-jährigen Bestehens.

21.7.64:
Der Schützenverein Schlamersdorf feierst sein 10-jähriges Bestehen.

4.8.64:
Die Gemeinde Groß Kummerfeld stellt dem Schützenverein kostenlos ein entsprechendes Gelände zum Bau eines Schießstandes zur Verfügung, außerdem einen Zuschuss von DM 2.000,-. Daneben half auch der Kreis und die Mitglieder arbeiteten selbstverständlich umsonst. Da die Standeinweihung schon kurz danach – am 19.9.64 erfolgte – hatte man offenbar schon etwas „vorgearbeitet“. Zur Einweihung waren auch Landrat Dorenburg, Bezirksvorsitzender Kurt Uhlig sowie Verleger Fritz Wäser gekommen. Der Kreissportverband war durch H. Lange vertreten. Vereinsvorsitzender Lehnecke: „Eine Stätte für sportliche Wettkämpfe und ein Ort der Begegnung mit lieben Gästen“.

23.9.64:
Die Vorstände aller dem Kreisschützenverband Stormarn angeschlossenen Vereine haben beschlossen, zum Jahresende aus dem Hamburger Schützenverband auszutreten und sich dem Norddeutschen Schützenbund, Kiel, anzuschließen. Dem Kreisschützenverband Stormarn gehören derzeit an: acht Stormarner, zwei Segeberger und drei Hamburger Vereine. Grund für den Wechsel: Beitritt zum KSV und Deutschen Sportbund wegen zukünftiger Förde-
rung.

30.9.64:
Die Sportschützen Kisdorferwohld, die sich im vergangenen Jahr zu einem Schützenverein mit Schützenabteilung, Damen- und Jugendabteilung zusammengeschlossen haben, veranstalten auf dem neu eingerichteten Luftgewehrstand im „Schinkenkrug“ erstmalig ein Pokal- und Preisschießen. Hauptlehrer Brämer ist ihr Vorsitzender. Der Verein hat 44 Aktive.

3.10.64:
Die Gemeindevertretung Kisdorf, die im „Schinkenkrug“ in Kisdorferwohld tagte, beschloß, den Sportschützen Kisdorferwohld ein gemeindeeigenes Grundstück für den Bau eines Schießstandes zur Verfügung zu stellen und auch die
notwendigen Erdarbeiten zu übernehmen. Der Vorsitzende der Sportschützen, Hauptlehrer Brämer, hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Anfang 1963 gegründete Verein schoss bis lang nur LG und LP, zukünftig soll nun auch KK-Schießen möglich sein. Bürgermeister Ahrens: „Der Schützenverein ist in Ordnung. Eine Gemeinde, die kein Vereinsleben hat, ist so gut wie
tot. Deshalb wird die Gemeinde auch die Sportschützen tatkräftig unterstützen“. Der Verein hat 44 Mitglieder.

14.10.64:
Nach 7-monatiger Bauzeit ist der neue Schießstand der Segeberger Bürgerschützen mit Clubraum in Traventhal fertig. Er befindet sich auf dem Gelände des Gastwirts K.F. Schwardt, auf dem sich zuvor der alte, verfallene Stand der Kyffhäuserkameradschaft befand. Der neue Stand soll noch weiter ausgebaut werden, damit man auch KK-Schießen kann. Bis jetzt gibt es 6 LG-Stände. Bisherige Kosten dafür DM 25.000,- und 1500 Arbeitsstunden.
Geplante Erweiterung: 6 KK-Stände (50 m) und 2 KK-Stände (100 m). Dafür sind allerdings Zuschüsse erforderlich.

24.10.64:
Der Stutzenclub der Stadtvogelschützengilde besteht seit vier Jahrzehnten, Gegründet wurde er am 24,10.24 im Hotel „Germania“, um auch im Winter schießen zu können. Geschossen wurde mit Zimmerstutzen mit Einstecklauf. Mitbegründer: Hans Lund, Hans Schierbeck und Eugen Ammann.

16.11.64:
Der Vorsitzende der Sülfelder Schützengilde, Hermann Sorgenfrei, unterrichtet die Mitglieder auf einer Versammlung in Kabels Gasthof, dass man aus dem Schützenverband Hamburg ausgetreten sei und nun dem Norddeutschen Schützenbund angehöre. Dieser Wechsel geschah vor allem aus geldlichen Gründen: Zuwendungen bei Mitgliedschaft im Landes- und Kreissportverband.

20.11.64:
Die Schützenkameradschaft Schmalfeld will im kommenden Jahr ihre Schießanlage weiter ausbauen: Beheizung durch eine Ölheizung, zwei 100
m Stände, Außenanlagen. Kosten von ca. DM 18.000,- werden erwartet.

12.12.64:
Kreisschützenverbandstag in Bad Segeberg im „Ihlsee“ Restaurant. 12 Vereine / Gilden haben Delegierte nach Bad Segeberg entsandt. Die endgültige Gründung des Bezirks Südost-Holstein und entsprechende Wahlen sollen nunmehr Anfang Januar 1965 erfolgen. In dem Segeberger Kreisschützen-Verband haben sich jetzt 20 Vereine und Gilden zusammengeschlossen.
Am 23.5.65 wird die neue Schmalfelder Fahne geweiht. Die Wahlstedter Schützengilde folgt mit ihrer Fahnenweihe Anfang August 65. Bitte unbedingt Termine freihalten. Der Norddeutsche Schützentag soll am 21.3.65 im Hotel „Germania“ in Bad Segeberg stattfinden. Ausrichter sind die Segeberger Bürgerschützen. Schützenmajor Paul Stehr – Segeberger Stadtvogelschützengilde – erklärte, dass die Zusammenkunft gezeigt hätte, dass sich erste gute Ansätzezu einer Zusammenarbeit der Schützenvereine des Kreises und auch in dem neu vorgesehenen Bezirk Südost-Holstein anbahnen.

Was sonst noch 1964 geschah:

10.10.64:
Eröffnung der XVIII. Olympischen Spiele in Tokio durch Kaiser Hirohito.

1965

6.1.65:
Delegiertentagung des NDSB Bezirks VIII Süd-Ost-Holstein in Bad Segeberg – „IhIsee“ Restaurant. Dem Bezirk VIII gehören an die Schützenvereine und -Gilden aus den Kreisen Segeberg, Stormarn und Lauenburg. Anwesend waren u.a. NDSB Präsident Hans Werdermann, und Vize-Präsident Heinrich Volkmann. Hauptpunkt der Tagesordnung Wahlen.

– Bezirksvorsitzender (einstimmig) Kurt Uhlig, Ulzburg, bisheriger komm.
Vorsitzender.
– Stellvertreter (einstimmig) Herbert Scheel, Bargteheide.
– Bezirkssportleiter Horst Drauschke, Bad Oldesloe,
– Schulungs – und Jugendleiter Ulrich Bramer, Kisdorferwohld,
– Rundenkampfleiter Gerhard Weber, Trappenkamp,
– Damenleiterin Gertrud Brämer, Kisdorterwohld,
– Kassenwart und Scheibenverkauf Horst Wollesen, Ulzburg
– Schrift – und Pressewart Falk Wrage, Wahlstedt.
Die Schützenkreise Stormarn und Lauenburg, die bisher dem Schützenbund Hamburg angeschlossen waren, gehören seit dem 1.1.65. zum NDSB.

Januar 65:
In den Landesrundenkämpfen 1964 haben die Sportschützen aus Trappenkamp und Quaal ganz hervorragende Ergebnisse in LG und LP erreicht. Die Amazonen der Schützengilde Wahlstedt zeigten im LG-Schießen, dass sie eine Sonderklasse darstellen. In den Bezirksrundenkämpfen im Bezirk IV Lübeck errangen sie einen 1. Platz vor Lübeck. Der 3. Platz ging an Quaal. Ebenfalls einen 1. Platz errangen im Bezirk IV die Jungschützen der Stadtvogelschützen in der Bezirks LG-Staffel.

12.01.65:
Boostedt hat nun seinen Schützenverein. Bereits in der Boostedter Gruppe des Siedlerbundes bestand eine kleine Schießsportgemeinschaft, die aber nicht lebensfähig war, weil die Aufgabe des Siedlerbundes eine andere ist. So wurde der Ruf nach Gründung eines Schießsportvereins dringender. Die Herren Lorenzen und Kerlikowski luden zur Gründung in das Lokal „Zum Waldkater“ ein. Auch Bürgermeister Rathge und Kreis- und Bezirksvorsitzender Kurt Uhlig waren anwesend, ebenso aus Neumünster der Kreisverbandsvorsitzende
Buck und Landesjugendwart Jürgen Schütt. 17 Teilnehmer an der Gründungsversammlung – u.a. Bürgermeister Rathge – erklärten ihren Beitritt, Kommissarischer Vorsitzender wurde Lauritz Lorenzen.

12.1.65:
In Uetersen soll ein Schützenmuseum errichtet werden, es wäre das erste in Deutschland. Lothar Mosler, Landespressewart des NDSB, nahm sich der Aufgabe an.

18.1.65:
Der Itzstedter Schützenverein ist aus dem Landesverband Hamburg ausgeschieden und hat sich dem schleswig-holsteinischen Landesverband und dem NDSB angeschlossen. Die Betreuung durch den Hamburger Verband hat nicht den Erwartungen entsprochen. Die sportlichen Wettkämpfe werden zukünftig im Segeberger Kreisverband geschossen. Die freundschaftlichen Bindungen zu den Vereinen des Kreises Stormarn sollen aufrechterhalten bleiben. Durch Gemeinschaftsarbeit wurden ein LG – und Wurftaubenstand geschaffen. Die Schützenhalle soll einen Anbau erhalten.

27.1.65:
Die Schützenkameradschaft Schmalfeld will sich eine Fahne zulegen. Das Fahnentuch soll auf einer Seite das Schmalfelder Wahrzeichen – die alte, aus der Dänenzeit stammende Königsbrücke zeigen.

10.2.65:
Erste Mitgliederversammlung nach Gründung der Boostedter Schützengilde. Bereits 25 Mitglieder. Vorsitzender wurde Lauritz Lorenzen. Schießen zunächst LG auf einer 10 m Bahn, wegen KK-Schießen verhandelt man mit der Bundeswehr.

13.2.65:
Aufgrund ihrer hervorragenden schießsportlichen Leistungen in den Rundenkämpfen des Jahres 1964 ist es einigen Schützenmannschaften aus dem Kreis Segeberg gelungen, sich in der Landesliga SH – der „Oberliga“ der Schützen – zu behaupten oder aber von der Bezirksliga in die Landesliga aufzusteigen.

17.2.65:
Die Sether Schützen haben Baupläne für einen Schießstand entwickelt. Dafür hat man ein 1380 qm großes Grundstück erworben. Die Gemeindevertretung hat dieses Vorhaben begrüßt und sich prinzipiell damit einverstanden erklärt.

23.2.65:
Der Schützenverein Schlamersdorf und Umgegend bemüht sich um größere Aktivität. Zunächst soll das LG-Schießen neu belebt werden, 1 mal im Monat. Neuer 1, Vorsitzender Heinrich Husmann, Seedorf.

24.2.65:
Die Boostedter Schützen haben nun eine Zehn-Meter-Bahn, mit 2 Ständen für L/G-Schießen in der Gaststätte des Schützenbruders Willi Schlüter. Schießen jeweils Montag.

24.2.65:
Die Wahlstedter Schützen wollen sich bis zur 300 Jahr Feier eine Fahne zulegen. So lautet der Beschluß einer Sitzung im Gasthof „Zur Eiche“. Die
Fahne wird das Ortswappen und die Wolfsangel (nach dem ältesten bekannten Wahlstedter Hauswappen) zeigen sowie 2 gekreuzte Gewehre vor einer Zielscheibe.

13.3.65:
Auf der Mitgliederversammlung der Stadtvogelschützengilde soll über einen neuen Schießstand diskutiert und beschlossen werden. Der alte Stand reicht nicht mehr aus und ist auch nicht beheizbar.

16.3.65:
Auf der gestern stattgefundenen Jahresversammlung der Stadtvogelschützengilde von 1725 in der „Lohmühle“ wurde der Beschluss gefasst, den Namen in „Stadtvogelschützengilde von 1595 e.V. Segeberg“ abzuändern, da nach jetzt vorliegenden Dokumenten die Gilde bereits 1595
erstmalig genannt wurde. Um auch zukünftig Kreismeisterschaften und
Kreispokalschießen ausrichten zu können, muss der Schießstand vergrößert werden. Kosten dafür laut Architektenbüro Hans-J. Klinge ca. DM 88.000. Es sind eingeplant: DM 20.000 Eigenleistungen, Darlehen über je 20.000 von der Segeberger Volksbank und der Kreissparkasse, vom Jugendförderungsausschuss 15.000, vom Sportförderungsausschuss SH 10.000, Stadt Segeberg 2-3.000. Banken und Kreissportverband gaben bereits grünes Licht zum Baubeginn. Der Gilde gehören jetzt 214 Mitglieder an. Es wurden div. Ehrungen vorgenommen.

23.3.65:
Der 13. Landesschützentag des NDSB fand am 21.3. in Bad Segeberg im Hotel „Germania“ statt. Ausrichter sind die Segeberger Schützen. Anwesend waren etwa 200 Delegierte aus 228 Vereinen. Rudi Borz aus Flensburg erhielt vom Präsidenten eine Ehrengabe für erfolgreiche Teilnahme an den Olympischen Spielen 64 in Tokio. Den Wanderpokal des DSB für LG-Schießen im Bundesrundenwettkampf erhielt die 20-jäherige Dorit Lüdemann, Garstedt.
8815 Leistungsnadeln wurden 1964 vergeben. NDSB Präsident Hans Werdermann, Kiel, nahm ausführlich Stellung zum Thema: Zusammenarbeit von Sportschützen mit dem Deutschen Soldatenbund – Kyffhäuser. Er machte klar, dass der DSB hier noch genauere Regeln erlassen müsse. Nach der jetzigen Sportordnung des DSB ist eine Doppelmitgliedschaft bzw. Tätigkeit gleichzeitig
in beiden Verbänden nicht gestattet. Werdermann: „.. eine problematische Ehe – jeder falsche Zungenschlag sollte vermieden werden“. Der nächste Landesschützentag soll 1966 in Husum stattfinden.

28.4.65:
Die Boostedter Schützengilde wird sich nicht dem Sportverein Boostedt anschließen, sondern selbständig bleiben. Dieser Entschluss wurde einstimmig gefasst. Die neue Schießanlagesoll auf einem Teil des neuen Sportplatzes an der Bahnhofstraße gebaut werden. Die Gemeindevertretung hat nun das letzte Wort.

22.5.65:
Der Präsident des NDSB, Werdermann, weihte 1970 unter Teilnahme von acht Schützenvereinen und der örtlichen Vereine die Fahne der Schützenkameradschaft Schmalfeld. Die Stadtvogelschützengilde Segeberg hatte die älteste Fahne des Kreises hierfür mitgebracht. Kurt Uhlig, Bezirksvorsitzender und Vorsitzender des Kreisschützenverbandes: „Jetzt erst sei die Gilde vollständig“.

29.5.65:
Erstmals finden die „Roland-Schützentage“ statt. Man will diese Veranstaltung auch in Zukunft alljährlich abhalten.

30.5.65:
Bezirksmeisterschaften der Sportschützen sind beendet. Segeberger und Stormarner Schützen zeigten ein hohes Leistungsniveau. Spannende
Wettkämpfe in Reinfeld, Bargteheide, Elmenhorst und Kisdorferwohld, aber auch in Ulzburg, Wahlstedt und Bad Segeberg. Nach der Gründung des neuen Bezirks VIll ist die diesjährige Bezirksmeisterschaft ein erster umfassender Leistungsvergleich der Stormarner und Segeberger Sportschützen. Die meisten Titel, insgesamt 5 Mannschaftstite und 4 Einzeltitel erschoss sich die Schützengilde Beckersberg unter Kurt Uhlig. Es folgten dann die Stadtvogelschützengilde Bad Segeberg mit 2 Mannschaftstiteln und 5 Einzeltiteln, Nicht minder erfolgreich war die Bürgerschützengilde Bad
Oldesloe mit 4 Mannschaftstiteln und 2 Einzeltiteln wie auch die Sportschützen aus Trappenkamp mit 3 Mannschaftstiteln und 3 Einzeltiteln.

23.6.65:
Die Segeberger Bürgerschützen bauen ihren Schießstand weiter aus. Zuschuss vom Kreis DM 80.000, Eigenleistungen DM 32.000. Und ob die Rechnung am Ende aufgeht, dafür trägt der Vorsitzende Willi Spielmann die Verantwortung.

14.7.65:
Für hervorragende Verdienste um das deutsche Schützenwesen erhielt Hans Lund – Ehrenvorsitzender des Kreischützenverbandes Segeberg – die Goldene Ehrenmedaille des Deutschen Schützenbundes. Präsident Georg von Opel überreichte sie dem Segeberger persönlich. Seit 52 Jahren ist er Sportschütze, 40 Jahre wirkte er als Schießlehrer und Trainer in der Stadtvogelschützengilde Bad Segeberg.

6.8.65:
Die Wahlstedter Schützengilde hat sich zum 300-jährigen Jubiläum eine neue Gildefahne zugelegt, sie wurde von der Gemeinde gestiftet. Die Übergabe erfolgte auf einem Empfang der Gemeinde durch Bürgermeister Tietz. Die Fahnenweihe soll am 1.8.65 erfolgen wahrend des Volks- und Schützenfestes. Über diese 300 Jahre berichtet Kommandeur der Gilde, Oberst Adolf Elfers, wie folgt: Die Wahlstedter-, Barker-, Fahrenkröger Knechts- und Schützengilde war am Heiligen Pfingsten, anno 1639, in den Wirren des 30-jährigen Krieges von Hufnern, Käthnern und Knechten als Schützgemeinschaft gegründet worden. Am Pfingstsonntag des Jahres 1665 erhielten freiheitliebende Bürger der Gemeinden Walstede, Fahrenkrog und Bark die Beliebungen – heute sagen wir: Satzungen – ihrer Gilde vom Segeberger Amtmann Caspar von Buchwaldt überreicht. Über das Vogelschießen der Gildebrüder heißt es darin: „.. sollen die Gildebrüders gehalten werden, auf den Zusammenkünften mit der Armbruste auf den Vogel aus Holtze zu schießen, wo ein Gildemeister als Schiedsmann solle eingesetzt werden.“

Ministerpräsident Dr. Lembke wurde zum Ehrenmitglied der Wahlstedter Gilde ernannt. Gilde-Kommandeur Adolf Elfers heftete dem Ministerpräsidenten die Ehrennadel an. Dass es nicht nur tierischen Ernst, sondern auch einen tierischen Spaß geben kann, zeigten die Wahlstedter mit der Ernennung von „Hansi l“, dem schwarzen Ziegenbock-Maskottchen der Gilde zum Schützenleutnant. Der Vierbeiner nahm die Ehrung in Würde voller Gelassenheit entgegen. Nur beim Abfeuern der Böllerschüsse vergaß er
hin und wieder seine Leutnantswürde und vollführte etliche Bocksprünge.

4.8.65:
Einweihung des Schützenhauses mit Tontaubenstand bei den Itzstedter Schützen.

25.8.65:
Die Boostedter Schützengilde hat ihre Bewährungsprobe bestanden, das erste Schützen- und Volksfest ist reibungslos abgelaufen und es ist zu hoffen, daaa auch die finanzielle Seite ohne Verluste abgeschlossen werden kann, so die
Segeberger Zeitung. Ein großes Zelt für 600 Personen war mit Hilfe der Bundeswehr hinter der Gaststätte „Taverne“ aufgebaut worden. Daneben hatte man zehn Schießstände vorbereitet. Der erste Boostedter Schützenkönig ist Fritz Stender, erste Königin wurde Irmgard Sell. Erster Jungschützenkönig in
Boostedt wurde Klaus Hellberg.

23.10.65:
Im Beisein von Bürgervorsteher Dr. Dolling, Bürgermeister Kasch und dem Vize-Präsidenten des NDSB, Heinrich Volkmann, wurde in Traventhal der Schießstand der Segeberger Bürgerschützen nach zweijähriger Bauzeit endgültig seiner Bestimmung übergeben. Im zehnten Jahr ihres Bestehens verfügen die Bürgerschützen damit über eine eigene Anlage. 1. Vorsitzender Willi Spielmann dankte den aktiv am Bau beteiligten Mitgliedern und vor allem deren Ehefrauen für die 2 Jahre lange fast regelmäßige Abwesenheit ihrer
Ehemänner, die sie verständnisvoll ertragen haben. Die Baukosten belaufen sich einschl. Eigenleistungen auf ca. DM 85.000,-; der Kreis Segeberg hatte DM 20.000,- als Zuschuß gewährt. Der Verein hat jetzt 105 Mitglieder.

18.12.65:
Die Ricklinger Bürgerschützen, deren Schießstand 1964 aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste, bemühen sich um eine Instandsetzung. Die Kosten werden auf etwa DM 10.000,- veranschlagt. Die Gemeinde reservierte jetzt einen Betrag von zunächst DM 2000,- und hofft, im Haushalt 1966 weitere Mittel bereitzustellen.

Was sonst noch 1965 geschah:

24.1.65:
Sir Winston Churchill ist mit 90 Jahren verstorben.

6.9.65:
Dr. Albert Schweitzer – der Urwalddoktor aus Lambarene – ist im Alter von 90 Jahren verstorben.

1966

21.1.66:
Unter den 8 besten Mannschaften aus Schleswig-Holstein in der Jugendklasse und in der Juniorenklasse ist die Schützenjugend des Kreises Segeberg in der Landesliga vertreten, und zwar durch die Mannschaften der Sportschützen Quaal und der Stadtvogelschützengilde Bad Segeberg.

4.2.66:
Neuer Rundenkampfleiter im Bezirk VIll. Gerhard Weber, Trappenkamp, gleichzeitig auch Kreissportleiter, musste wegen Überlastung das Amt des Rundenkampfleiters abgeben. Kommissarischer Nachfolger wurde Arthur Neuberger aus Ulzburg.

27.2.66: 1. Bezirksschützentag – Norddeutscher Schützenbund Bezirk VIII Süd-Ost-Holstein, findet im „Schützenhof“ in Bargteheide statt. Im Bezirk VIII sind alle Schützenvereine und – Gilden der Kreise Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg, soweit sie dem NDSB angehören, zusammengeschlossen. Der Bezirk VIII ist eine Unterorganisation im Sinne der Satzung des NDSB vom
24.3.63. Anwesend sind 90 Delegierte aus 17 Vereinen.


Anwesend waren u.a. Landessportleiter Robert Schmiedel, Bundesdamenleiterin Margot Ewers, Landesschulungsleiter Fritz Lübke, stellv. Landessportleiter Rolf Möller. NDSB Vize-Präsident Heinrich Volkmann mahnte, der Jugend hilfreich zur Seite zu stehen und die reichen Erfahrungen an sie weiterzugeben. Der NDSB habe jetzt weit über 16.000 Mitglieder, davon fast 12% Jugendliche. Bezirksvorsitzender Kurt Uhlig stellt fest: Der Bezirk VIll wurde bereits früher gegründet, nahm seine Tätigkeit jedoch erst verspätet auf.
Der 2. Vorsitzende des Kreissportverbandes Stormarn, Erwin Gesche, erklärt in seinem Grußwort, daß die Sportler des Kreises die Schützen als vollwertige Sportkameraden betrachten.


Bemängelt wurde auf der Sitzung die unzureichenden Schießstände im Bezirk, völlig unzureichende Fassungsvermögen. Der Landessportleiter berichtete, dass der Deutsche Schützenbund vorschreibt, dass ein Schütze zukünftig nur noch in 4 Disziplinen antreten darf, er soll sein Können auf wenige Waffenarten konzentrieren. Es wurde beschlossen, dass der jetzige Vorstand des Bezirks für 1966 und 1967 im Amt bleibt und erst 1968 neu gewählt würde. Bezirkskassenwart Horst Wollesen aus Ulzburg berichtete über die recht knappe Kapitaldecke. Vom NDSB wurde ein Zuschuß von DM 600,- für 1965 gewährt. Nachgedacht würde über eine Umlage und auch Bezuschussung seitens des KSV.

8.3.66:
Die Wahlstedter Schützengilde muss umziehen. Einstimmiger Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung (CDU, FDP, SPD). Neue Sportschießanlage im Sportzentrum. Begründung: Kiesabbau auf dem jetzigen Sportschießgelände der Gilde. Die Gesamtkosten der neuen Anlage werden auf
DM 110 – 160.000,- geschätzt. Die Schützengilde will DM 35.000,- an Eigenleistungen aufbringen.

13.9.66:
Der Jugendwohlfahrtsausschuss des Kreises Segeberg, der sich jetzt konstituierte (Vorsitzender ist Landrat Graf Schwerin von Krosigk), beschäftigte sich in seiner ersten Sitzung u.a. mit der Förderung von Schießsportanlagen im Kreisgebiet.
Förderungswürdig seien: – Ernst-Wickel-Stand der Stadtvogelschützengilde als zentraler Schießstand, der voraussichtlich mit 30% der Bausumme gefördert werden solle. – Kisdorferwohld mit DM 10.000,-

2.10.66:
Zehntes Kreispokalschießen auf dem Ernst-Wickel-Stand in Bad Segeberg. Anwesend bei der Preisverleihung im „Schützenhof“ waren auch Bürgermeister Kasch und der stellv. Landrat von Postel. Der 2. Ältermann, Paul Stehr, gab bekannt, daß nun mit dem Bau des neuen Standes und der dazugehörigen Aufenthaltsräume begonnen werde.

21.10.66:
Königsessen der Stadtvogelschützengilde. Unter den Ehrengästen der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Lemke, der kürzlich
Mitglied der Gilde geworden war. Dr. Lemke kündigte an, dass auch den Stadtvogelschützen das Ehrenschild zustehe, das er für alle mehr als 150 Jahre alten Gilden im Lande Schleswig-Holstein gestiftet habe. Die Segeberger werden diese Ehrung demnächst erhalten.

26.10.66:
Vierteljahres-Versammlung bei den Sportschützen Trappenkamp. Eine Schießanlage ist existenzwichtig. Mit den Erd- und Planierungsarbeiten ist begonnen worden. Der Bauantrag zur Errichtung der Einzäunung liegt der Gemeinde vor. Der Verein hofft, dass der Kreisausschuss am 7.11. positiv über die Anträge entscheidet. Bürgermeister Denecke, der erstmals an einer Mitgliederversammlung der Sportschützen teilnahm, betonte, dass die Sportschützen Trappenkamp einen echten Faktor, der Bürgersinn und Gemeinschaft pflegt, darstellen. Aus der großen Aktivität heraus, die der Schützenverein demonstriere, sei Denecke für eine besondere Förderung. Er habe sich mit dem Kreis in Verbindung gesetzt und erreicht, dass Mittel noch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls sei die Gemeinde förderungsbereit.

5.11.66:
Kreisschützenverbandstag in Bad Bramstedt. 11 Vereine / Gilden sind anwesend. Auch Itzstedt gehört inzwischen zum Kreisschützenverband Segeberg. Da es bislang weder eine Satzung noch eine Geschäftsordnung für den Kreisschützenverband gibt, wird auf Antrag von Schützenbruder Bornhöft beschlossen, dass der Kreisvorstand eine Kreisgeschäftsordnung erarbeiten soll. Der Verband ist nicht ins Vereinsregister eingetragen. Neun Vorstandsmitglieder sind neu zu wählen. Wahlen: – 1. Kreisvorsitzender wird Ulrich Brämer, Kisdorferwohld, – 2. Kreisvorsitzender wird Arthur Kahl, Itzstedt
– auch diverse Referenten wurden gewählt.

Ergebnis der Landesmeisterschaft:
Der Kreis Segeberg belegte:
9 x 1. Platz, 5 x 2. Platz, 5 x 3. Platz.
Es werden die Termine bekanntgegeben für Vereins-, Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften. Es wird der Antrag eingebracht, daß bei zukünftigen Baumaßnahmen der Kreis um eine Bezuschussung von mindestens 30% gebeten werden soll. Schützenbruder Bornhöft beantragt, zukünftig die Behördenvertreter einzuladen. Dieser Vorschlag wird angenommen.

November 1966:
Gründung der Schützengilde Friedrichsgabe von 1966 e.V. Friedrichsgabe gehörte damals noch zum Kreis Pinneberg und wurde später ein Stadtteil von
Norderstedt.

28.12.66:
Der unermüdlichen Arbeit des Vorsitzenden des Schützenbezirks VIII Südost-Holstein, Kurt Uhlig aus Ulzburg, ist es zu verdanken, dass jetzt auch die Ratzeburger Schützengilde von 1551 e.V. in die Bezirksorganisation aufgenommen werden konnte. Außerdem konnte Uhlig noch den Neuzugang zum Bezirk VIll melden vom TSV Wiemersdorf – Sparte Schießen.

29.12.66:
Die alljährlichen Rundenkämpfe (Fernwettkämpfe!) der Sportschützen im Bezirk Südost-Holstein und in der Kreisstaffel des Kreises Segeberg fanden jetzt ihren Abschluß. Wenn diese Rundenkämpfe, die immer auf dem eigenen Stand
ausgeschossen werden, auch nicht spannungsgeladene Ereignisse des Schießsports sind wie die mittleren und großen Meisterschaften im Kreis,
Bezirk und Land, so sind sie doch ein gutes Spiegelbild der Jahres-Durchschnittsleistungen.

1966:
Der im Juli 1954 gegründete Schützenverein Schlamersdorf hat sich in diesem Jahr aufgelöst, nachdem sich die Schützen dem Berliner Sportclub als Sparte angeschlossen haben.

Was sonst noch 1966 geschah:

1.12.66:
Ludwig Erhard tritt als Bundeskanzler zurück; Kurt Georg Kiesinger wird neuer Bundeskanzler einer Koalitionsregierung aus CDU/CSU und SPD.

1967

29.4.67: 2 . Bezirksschützentag in Ratzeburg. Harry Schmidt wurde einstimmig zum Bezirkssportleiter gewählt. Es wurde über das Mindestalter der Jugendlichen, die unter Aufsicht den Schießsport betreiben, gesprochen. Die Ordnungsämter gingen allgemein von 20 Jahren aus, einige andere Ämter von 16 Jahren. Der Präsident des NDSB, Dr. Lassen – ein Rechtsanwalt -, möge sich der Sache annehmen, damit das Alter herabgesetzt werde.

April 67:
Der für April vorgesehene Kreisschützenverbandstag wurde abgesagt, weil man im April bereits den Bezirksschützentag abgehalten hat. Allerdings will man die Ehrungen nicht ausfallen lassen. Man beschließt, sich zur Siegerehrung am 6. Mai 1967 in Boostedt in der „Taverne“ zu treffen.

    15.6.67:
    Die große „Ringschlacht“ der Sportschützen des Schützenbezirks VIII Südost-Holstein im NDSB hat ihren Abschluss gefunden. An sechs Tagen auf verschiedenen Schießständen in den Orten Bad Oldesloe, Bargteheide, Kisdorferwohld und Wahlstedt ermittelten 575 Starter ihre neuen Bezirksmeister 1967. Nicht weniger als 24 Schützenvereine aus den Kreisen Stormarn, Segeberg und Herzogtum Lauenburg entsandten ihre besten Schützen. Unter den Schützen-Assen drängt die Jugend nach vorn.

    Was sonst noch 1967 geschah:

    1.1.67:
    Wahlstedt ist ab heute die jüngste Stadt im Lande Schleswig-Holstein.

    3.12.67:
    Erste Herz-Transplantation durch Prof. Barnard in Südafrika.

    1968

    25.1.68:
    Sportschützen Trappenkamp: 1. Vorsitzender Roman Reckziegel gibt bekannt, dass der Verein für 30 Jahre ein etwa 8000 qm großes Grundstück von der Gemeinde gepachtet habe. Vor noch nicht zwei Jahren überwies die Gemeinde dem Verein DM 5.000,- als Zuschuss. Für dieses Geld wurde jetzt ein Gegenwert nach 18-monatiger Arbeit in Höhe von DM 36.000,- geschaffen. Allerdings habe man für die Erdarbeiten noch einmal in die eigene Tasche greifen müssen. Oberstes Ziel sei der Bau des Standes. Ob dafür die Gelder bis zum Herbst fließen ist noch fraglich.

    28.2.68:
    Kreisschützenverbandstag in Wahlstedt, Gasthof „Gaedeke“. Als Vorsitzender der Wahlstedter Schützengilde begrüßte A. Elfers die Anwesenden. 21 Vereine / Gilden sind anwesend, d.h. sämtliche Vereine, die dem Kreisverband jetzt angehören. Auch die Sülfelder Schützengilde gehört jetzt dazu. Kreisrat Peters betonte den gewaltigen Aufschwung des Schützenwesens im Kreis. Die Schützen stellten die größte Sparte im Kreissportverband. Er berichtete, dass viele Vereine / Gilden im vergangenen Jahr Zuschüsse erhielten. Die größte Bezuschussung erhielt die Stadtvogelschützengilde mit DM 36.360,-. Ulrich Brämer, Kreisvorsitzender, führte aus: dennoch hätten die Schützen zunächst einmal das eigene Portemonnaie in Anspruch genommen, bevor man um Unterstützung gebeten hätte. Eine Untersuchung ergab, dass bislang an Eigenleistungen durch die Vereine für ihre Schießanlagen ca. DM 920.000,-
    aufgebracht wurden. Weitere DM 485.000,- würden bis 1972 folgen. Die Wahlstedter Gilde stellt den Antrag, dass die Vereine zukünftig an den Kreisschützenverband einen jährlichen Betrag von DM -,50 pro Person zahlen (bislang DM -, 10). Nach ausgiebiger Diskussion wurde der Antrag angenommen. Die Schützengilde Wahlstedt verliert wegen Kündigung des Pachtvertrages den Schießstand. Ein Neubau an anderer Stelle ist erforderlich. Der Schützenverein Seth hat schon mehrfach den Versuch unternommen, einen Schießstand zu erstellen.
    Boostedt: Es ist der Neubau eines Schießstandes geplant. Bisher wurde im Saal einer Gastwirtschaft geschossen. Daneben gibt es weitere geplante Baumaßnahmen im Kreisgebiet. Als Richtwerte sollten angesetzt werden: Neuerstellung einer C-Anlage ca. DM 50.000, einer B-Anlage ca. DM 85.000, einer A-Anlage ca. 200.000. Wesentliche Eigenhilfe immer vorausgesetzt.
    Die vorgelegte Geschäftsordnung wird beschlossen. Sie ist vom Inhalt her mehr eine Satzung als eine Geschäftsordnung.
    107 Starter bei den Landesmeisterschaften. Es wurden die Landesmeister geehrt: Oskar Weber, Trappenkamp, Karl-Heinz Blümlein, Trappenkamp, Schützenschwester Freese, Bad Bramstedt, Karl-Ulrich Rüder, Ulzburg, Boostedter LG-Jugend, LP-Damenmannschaft Bad Bramstedt. Für die Deutschen Meisterschaften qualifizierten sich 4 Schützen, darunter bereits im 6. Jahr Oskar Weber aus Trappenkamp. Im Jahresbericht heißt es über ihn: „bestens vorbereitet, gelockert und von allen Hemmungen befreit“. Leider war sein Gewehr um 18 Gramm zu schwer. Zwar konnte dieses mit Hilfe der Firma Walther behoben werden, aber die Nervenstärke reichte dann leider nicht mehr aus.

    17.3.68: 3. Bezirksschützentag im „Lindenhof“ in Ahrensburg. Dem Bezirk gehören jetzt 36 Vereine an. Gern gesehene Gäste: Heinrich Volkmann, Vize-Präsident NDSB, Robert Schmiedel, Landessportleiter, Lothar Mosler, Landespressewart, Fritz Lübke, Landesschulungsleiter. Volkmann betonte in seinem Grußwort, dass es nicht so einfach sei, ehrenamtliche Mitarbeit zu finden. Neben Kritik sei daher auch vor all Lob und Anerkennung für diese unermüdlichen Mitarbeiter erwünscht. Volkmann gab bekannt, dass man eine Vereinbarung mit dem Deutschen Kyffhäuserbund getroffen habe, wonach die Durchführung von Schützenmeisterschaften einzig und allein dem Deutschen Schützenbund vorbehalten bleibt. Der Kyffhäuserbund wird sich auf Pokalschießen beschränken. Man diskutierte ein großes Bezirks-Schützenfest. Peter Klingner bringt eine neue Schützenzeitung heraus: „Der Norddeutsche Schütze“. Harry Schmidt, Bezirkssportleiter, berichtet, dass sich zu den Bezirksmeisterschaften 1967 in Bad Oldesloe Teilnehmer aus 24 Vereinen mit 575 Start einfanden. An den Landesmeisterschaften nahm der Bezirk VIII mit 160 Startern von insgesamt 820 teil. Der nächste Bezirksschützentag soll in Ulzburg stattfinden.

      29.3.68:
      Sitzung des Vorstandes des Kreisschützenverbandes. Thema: finanzielle Hilfe für die Schützenvereine des Kreises. Für den 17.4. ist ein Treffen mit den Vereinsvorsitzenden geplant, um ein Investitions-Programm bis zum Jahr 1973 auszuarbeiten. Wunschvorstellung DM 20 – 30.000,- Zuschüsse pro Jahr.
      U. Brämer und Kreissportleiter G. Weber äußern die Ansicht, dass der Kreissportverband die Kreismeisterschaften bezuschussen sollte. Herbert
      Lange macht auf begrenzte Möglichkeiten aufmerksam. Nach seiner Meinung sollten die Kosten über Startgelder finanziert werden. Vielleicht könne man ein Defizit vom KSV bezuschussen.

      22.5.68:
      Neun Vereine kämpfen an sieben Tagen in Wiemersdorf um Pokale: Rolandschützen Bad Bramstedt, Boostedt, Itzstedt, Kisdorferwohld,
      Neumünster, Schmalfeld, Trappenkamp, Beckersberg und als Gastgeber TSV Wiemersdorf. Beste Einzelschützin (Damenklasse) Margot Grünhagen, Kisdorferwohld. Schützenklasse: Ulrich Rüder, Beckersberg. Jugendklasse: H. Schütt, Boostedt.

      15.6.68:
      Bezirksmeisterschaften der Schützen – Sportschützen aus Trappenkamp in fast allen Disziplinen in der Spitzenposition. An 3 Wochenenden wurde ein Mammutprogramm abgeschlossen. Ausgezeichnete Organisation und ein moderner Schießstand in Bad Segeberg, erlaubten eine noch nie dagewesene Anzahl von Starts. Lediglich der Wahlstedter Schieb stand musste noch für eine Entlastung sorgen. Die Pistolen-Schützen traten in Ulzburg an, die Taubenschützen in Bargteheide. Die Gesamtleitung lag wieder in den Händen von Harry Schmidt.

      6.9.68:
      Schützen aus dem Kreis Segeberg sind bei den Deutschen Schießsportmeisterschaften vom 6. – 9.9.68 in Wiesbaden dabei.

      14.9.68:
      Zu den 750 besten Schützen – von 55.000 der Bundesrepublik – die am 20.9. auf den Oktoberfest-Schießständen in München um den „Großen Preis des Deutschen Schützenbundes“ kämpfen werden, gehören auch vier Schützen aus dem Bezirk Süd-Ost-Holstein: R. Winje, Trappenkamp, H. Böge Seth, J. Kröpelin und R. Jegminat beide Bargteheide. Rainer Winje erreichte ein mit an der Spitze und „hart am Weltrekord“ liegendes Ergebnis.

      September 68:
      Grundsteinlegung für den Neubau der Schießsportanlage in Wahlstedt. Der Kommandeur der Wahlstedter Schützengilde, Gildeoberst Adolf Elfers, begrüßte u.a. Kreisrat Jupp Peters – als Vertreter für Landrat Graf Schwerin von Krosigk, Bürgervorsteher Rudolf Kehlen, mehrere Stadtvertreter, aber auch Gäste aus Bjerringbro in Dänemark nahmen teil.

      6.10.68:
      Elftes Kreispokalschießen auf dem Ernst-Wickel-Stand in Bad Segeberg. Dabei geht es um 16 Pokale und um den Ehrenpreis der Stadt Bad Segeberg; um Medaillen und weitere Preise. Kreispräsident Hastedt und Landrat Graf Schwerin von Krosigk erklären: „Die Zunahme der Schützenvereine und die Anerkennung des Schießsports als Leistungssport haben uns veranlasst, an
      Stelle des endgültig in den Besitz der Sportschützen Trappenkamp übergegangenen Wanderpokals, einen neuen Pokal zu stiften“. Die erfolgreichsten Schützen kamen auch in diesem Jahr wieder aus Trappenkamp und Ulzburg. Oskar Weber, Rainer Winje – beide Trappenkamp und Karl-Ulrich Rüder – Ulzburg – ließen sich kaum einen Pokal entgehen. Helmut Harden, Ulzburg, errang erneut den Hermann-Wäser-Gedächtnis-Pokal. Den Ehrenpreis
      der Stadt Bad Segeberg „erschoss“ sich Klaus Belling – Stadtvogelschützengilde. Etwa 200 Schützen aus dem Kreisgebiet hatten teilgenommen.

      12.11.68:
      Erfolg der Segeberger Schützen beim Bezirks-Vergleichskampf gegen Lübeck. Die Schützensaison 1968 fand bei den Luftgewehrschützen ihren Abschluss. Anlass war der Vergleichskampf der Bezirks-Auswahlmannschaften Südost-Holstein gegen den Bezirk Lübeck. In der Schützen-, Damen- und Juniorenklasse konnte der Bezirk Süd-Ost-Holstein, der bis auf eine Dame aus Reinfeld, alle Schützen aus dem Kreis Segeberg stellte, in allen drei Klassen den Sieg erringen. Ebenfalls in der Einzelwertung stellten die Segeberger in allen drei Klassen den Sieger.

      22.11.68:
      Treffen der Vereinsvorsitzenden mit dem Kreisschützenverband zu einer Arbeitssitzung. Kreisvorsitzender Ulrich Brämer konnte auch den Vorsitzenden des Kreissportverbandes, Herbert Lange, begrüßen. Es wurde der Finanzbedarf für den Schießstandbau im Kreisgebiet diskutiert. Die größten Bauvorhaben liegen z.Zt. in Wahlstedt und Trappenkamp. Paul Stehr, Stadtvogelschützengilde, warnte die Vorsitzenden, bei ihren Plänen zu großzügig zu handeln, denn die Praxis habe bewiesen, dass die spätere Unterhaltung und die laufenden Verbesserungen doch einen recht erheblichen Geldaufwand beanspruchen. Gerade die aktiven Sportschützen, die durch ihr Training und die Wettkämpfe bereits finanziell große Opfer bringen müssen, dürfen wegen der hohen Schießstandkosten nicht noch mehr belastet werden.
      Kassenwart Ernst-August Stegelmann brachte zum Ausdruck, daß mit den augenblicklichen geringen Mitteln keine Lehrgänge usw. durchzuführen seien. Herbert Lange erwiderte: Es stunden vom Kreissportverband Mittel für Schulungen zur Verfügung, man müsse nur rechtzeitig Anträge stellen.
      Gleichzeitig tagten die Sportleiter unter der Leitung von Kreissportleiter Gerhard Weber und Bezirkssportleiter Harry Schmidt. Hauptthema: Meisterschaftstermine 1969.

      1968:
      Gründung des Sportverein Schackendorf – SVS, der auch eine Schießsparte gründet, die jedoch bereits zum 1.1.73 wieder aufgelöst wird.

      1968 – 1972:
      ErnstA. Schlüter, Garstedt (Norderstedt) wird Lan-
      desschützenkönig.

      Was sonst noch 1968 geschah:

      4.4.68:
      Martin Luther King wird in Memphis/Tennessee ermordet.

      20.8.68:
      Warschauer-Pakt-Staaten marschieren in Prag ein und schlagen den Reformversuch Prager Frühling“ mit Gewalt nieder.

      Oktober 68:
      XIX.Olympische Spiele in Mexico City. Die DDR nimmt erstmals mit einer eigenen Mannschaft teil. Sie wird zukünftig mit eigener Flagge und Hymne auftreten. Bernd Klingner erfolgreich im KK-Dreistellungskampf.

      1969

      5.2.69:
      Gründungsversammlung des Schützenvereins Kaltenkirchen von 1969 in der „Gläserkate“ in Kaltenkirchen, ehemals „Hüttmann’s Gasthof“. 8 Gründungsmitglieder unterzeichneten das Gründungsprotokoll. Norbert Schumacher begrüßte an jenem Abend 21 Teilnehmer, die Presse, den 1. Vorsitzenden des Kreisschützenverbandes Segeberg, Ulrich Brämer, und Bürgermeister Johannes Kellmes. Schumacher wies auf die Dringlichkeit der Existenz eines Schützenvereins in der Gemeinde hin. Wichtig seien die Förderung der Jugendarbeit und eine Verbesserung der Nachbarschaft in der Gemeinde selbst aber auch zu den Nachbarorten. Auch ein Satzungsentwurf lag bereits vor, der mit wenigen Änderungen angenommen wurde. Der Schützenverein Kisdorferwohld hatte angeboten, dort gegen eine geringe Gebühr sogleich dem Luftgewehrschießen zu beginnen. 16 Personen traten noch am gleichen Abend dem neuen Verein bei. Die ersten Wahlen ergaben: 1. Vorsitzender Norbert Schumacher, 2. Vorsitzender Walter Gampe, Kassenleiter Willi Weiland, Schriftführer Lutz-Eugen Stiebitz, Jugendwart Erwin Timmermann. Die Eintragung ins Vereinsregister wurde vorbereitet.

      22.2.69:
      Über Planungen und Wünsche der Sportvereine des Kreises für das Jahr 1969 informierte sich der Kreisprüfungsausschuss des Kreissportverbandes Segeberg e.V. in einer Versammlung im „Ihlsee-Restaurant“, zu der Herbert Lange – 1. Vorsitzender – eingeladen hatte. Der Schützenverein Kaltenkirchen befasse sich mit dem Bau einer Schießhalle und einem Aufenthaltsraum. Die Sportschützen Quaal planen den Ausbau einer Schießhalle in einem vorhandenen Gebäude, Kosten etwa DM 23.000,-. Die Gemeinde Rohlstorf will DM 7.000,- geben, Eigenleistungen DM 7.100,-, erbetener Zuschuß DM 8.200,-.
      Sportschützen Trappenkamp: Erdarbeiten und Einzäunung sind abgeschlossen. Nun soll mit den Hochbauten begonnen werden. Schießsportgemeinschaft Groß Kummerfeld: Bau einer Halle für ca. DM 14.000,-; es ist lediglich noch ein Zuschuss von DM 2000, erforderlich. Der Sether Schützenverein will einen KK-Stand bauen, erster Bauabschnitt kostet ca. DM 30.000,-. Die Stadtvogelschützen melden für 1970 den Bau eines Pistolenstandes an.

      1.3.69:
      Kreisschützenverbandstag in der Gaststätte Juhls in Itzstedt unter der Leitung von Ulrich Brämer, Kisdorferwohld. Als Gäste nahmen teil: Bürgermeister Wrage, Fritz Wäser, Kreissportverband, Kurt Uhlig, Vorsitzender des Bezirks VIll, Fritz Osterloh überbrachte die Grüße des Itzstedter Schützenvereins. Der Schützenverein Kaltenkirchen ist erstmals dabei. Insgesamt 46 Delegierte sind anwesend. Kurt Uhlig gibt bekannt, dass er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Bezirksvorsitzender in Kürze niederlegen wird. Er empfiehlt einen Kandidaten zu benennen. Bei der anschließenden Abstimmung gewann Harry Schmidt vor Heinz Rönnau als Bewerber für das Amt des Bezirksvorsitzenden. Harry wird also für Kurt Uhlig kandidieren.
      An den Rundenwettkämpfen nahmen 104 Manschaften teil. An dem Bundes-Vereins-Fernwettkampf des DSB nahmen aus Schleswig-Holstein 320 Mannschaften teil. Davon kamen 86 Mannschaften – also 27% – aus dem Kreis Segeberg.
      Bei den Bezirksmeisterschaften errangen der Kreis Segeberg 33 erste Plätze, der Kreis Stormarn 17 und Herzogtum Lauenburg 4 erste Plätze.
      Zu den Landesmeisterschaften waren 94 Starter zugelassen. Es folgten die üblichen Ehrungen der Landesmeister. Dabei erklärte der Kreissportleiter, Gerd
      Weber, dass die Anforderungen an die Sportschützen immer größer würden. An den Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden nahmen 6 Personen teil.
      Bei den Wahlen ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen: Kassenwart blieb Ernst-August Stegelmann aus Bad Segeberg, Wurftaubenreferent Fritz Osterloh aus Itzstedt, Damenreferentin Ingrid Schümann aus Bad Bramstedt, Rundenkampfleiter Gerhard Weber aus Trappenkamp. Man zeigte noch einen Film über das Schützenwesen in Deutschland, den der Deutsche Schützenbund zur Verfügung stellte.
      Für den nächsten Kreisschützenverbandstag bewarben sich Schmalfeld und Kaltenkirchen. Abstimmung: 26 für Schmalfeld, 20 für Kaltenkirchen.

      1.3.69:
      Wurftaubenschießen – ein Sport, der nicht nur die Jäger begeistert. Eine neue Wurfmaschine wird in Itzstedt eingebaut. Im Kreis Segeberg gibt es nur 2 Wurftaubenstände in der Regie der Sportschützen: in Itzstedt und in Schlamersdorf (Schützensparte des Berliner Sportclubs). Dank großzügiger Hilfe durch den Kreis wird der Stand in Itzstedt eine wesentliche Verbesserung aufweisen. Die neue Wurfmaschine „Nimrod Perfekt“, ein Halbautomat, wirft die Tauben in 38 mögliche Richtungen. Nachdem der Itzstedter Stand als für Kreismeisterschaften geeignet anerkannt wurde, war auch die finanzielle Hilfe möglich.

      30.3.69: 4. Bezirksschützentag im Ulzburger Jugend- und Sportlerheim. Anwesend waren 68 Delegierte aus 2 Lauenburgischen, 14 Segeberger und 9 Stormaner Schützengilden bzw. Vereinen. Ferner Heinrich Volkmann, Vize-Präsident des NDSB. Die Delegierten aus den drei Kreisen wählten Harry Schmidt, Wahlstedt, der bereits Sportleiter des Bereichs ist, zum Nachfolger des ausgeschiedenen Bezirksvorsitzenden Kurt Uhlig. Harry Schmidt erhielt 43 Stimmen, sein Gegenkandidat Heinz Rönnau, Bockhorn, erhielt 28 Stimmen. Stellvertreter wurde Hans-Georg Talies, Reinfeld. Die Wahlstedter Gilde monierte, dass man um Zuschüsse lange feilschen müsse. Außerdem sei ein Schießverbot an Sonn- und Feiertagen sehr hinderlich. Die Gilde stellte den Antrag, der Bezirksschützentag möge beim Deutschen Schützenbund vorstellig werden wegen ungleicher Behandlung des Schießsports im Vergleich zu anderen Sportarten. Es wurde beschlossen, dass sich der NDSB der Sache annimmt.

      Mai 1969:
      Nachdem die Kaltenkirchener Schützen bislang in Kisdorferwohld als Gäste ihren Sport ausüben konnten, wurde nunmehr der Schießbetrieb auf einer demontablen Anlage im Vereinslokal „Gläserkate“ in Kaltenkirchen aufgenommen.

      5.6.69:
      Die Schützen des Bezirks VIII zeigten sich in Hochform. Die diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Sportschützen sind beendet. Die Schützen der Kreise Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg haben gezeigt, dass die sportliche Leistungskurve z.Zt. erfreulich weit aus der Talsohle heraus ist. Die Ergebnisse dieser großen Meisterschaft in fast allen wesentlichen Disziplinen markieren einen weiteren Höhepunkt auf dem Weg zu anerkannten Leistungsspitzen wie auch zu gesteigerten Erfolgen in der sportlichen Breitenarbeit.

        23.9.69:
        Die Boostedter Schützengilde hatte am Sonntag ihr großes Fest. Anlass war die Fahnenweihe auf dem herrlich gelegenen Schulplatz. An der Weihe nahm als Pate die Fahne der ältesten Gilde des Kreises teil, nämlich der Stadtvogelschützengilde aus Bad Segeberg. Den Weiheakt nahm Pastor
        Mattutis aus Boostedt in Anwesenheit vieler Schützenabordnungen vor.

        7.10.69:
        Über 200 Schützen aus 14 Vereinen nahmen am Kreispokalschießen auf dem Stand der Stadtvogelschützengilde in Bad Segeberg teil. An zwei Tagen wurden von den teilnehmenden Schützen rund 25 Bedingungen geschossen. Der vom Landrat Graf Schwerin von Krosigk gestiftete begehrte Kreispokal blieb bei 383 Ringen weiter im Besitz der Sportschützen Trappenkamp. Platz 2 mit 374 Ringen Stadtvogelschützengilde, Platz 3 mit ebenfalls 374 Ringen Wahlstedter Schützengilde.

        18.12.69:
        Dem Sportschützenverein Trappenkamp gewährt die Gemeinde einen Zuschuss zum Bau der Schießsportanlage in Höhe von DM 20.000,-. Diesen Beschluss fasste die Vertretung gestern einstimmig. Die Baukosten sind mit DM 100.700,-
        veranschlagt. Der Landessportverband beteiligt sich mit DM 10.000,-, der Kreis mit DM 30.210,-, der Verein bringt an Eigenleistungen ein DM 32.691,- und an Eigenmitteln DM 7.799,-.

        Was sonst noch 1969 geschah:

        21.10.69:
        Willy Brandt wird Bundeskanzler einer SPD/FDP Regierung.

        16.7.69:
        Start von Apollo XI zum Mond.

        21.7.69:
        3.56 Uhr MEZ die ersten Menschen betreten den Mond. Neil Armstrong, anschließend Edwin Aldrin. Michael Collins verbleibt in der Mondlandefähre.

        1970

        Januar 70:
        Sportschützen gehen auf Reisen. Mit dem 1. Januar ist in Schleswig-Holstein eine neue Rundenkampfordnung für die Sportschützen in Kraft getreten. Danach können die Rundenwettkämpfe nicht mehr, wie bisher, als Fernwettkämpfe ausgetragen werden, sondern müssen als Direktkämpfe durchgeführt werden. Mannschaften und Einzelschützen einer Landesliga, Bezirksstaffel oder Kreisgruppe müssen zukünftig einheitlich am selben Tag und auf dem selben Stand schießen. Landesliga 60 Schuss Programm, Bezirksstaffel und Kreisgruppe 30 Schuss.

        22.1.70:
        Auf der Hauptversammlung der Sportschützen Trappenkamp im „Waldrestaurant“ stellte sich der bisherige 1. Vorsitzende und Mitbegründer der
        Sportschützen, Roman Reckziegel, aus Altersgründen nicht erneut zur Wahl. Unter seiner Leitung mauserten sich die Sportschützen zu einem finanziell sanierten, sportlich und gesellschaftlich anerkannten Verein. Dreizehn Jahre sind genug, so Reckziegel. Als sein Nachfolger wurde der bislang 2. Vorsitzende gewählt: Gert Steinfels. Haupttagesordnungspunkt war der Schießstandbau. Bei genügend Mithilfe könnte im September Richtfest sein.

        21.2.70:
        16. Kreisschützenverbandstag in Schmalfeld, „Harbecks Gasthof“. Anlässlich des 10 jährigen Bestehens der Schützenkameradschaft hat man sich in Schmalfeld versammelt. 19 Vereine / Gilden sind anwesend. Die Schützengilde Friedrichsgabe ist erstmals als Gast dabei, sie gehört noch zum Bezirk VIl Süd-
        west-Holstein. Div. Ehrengäste sind anwesend, u.a. Landrat Schwerin von Krosigk. Der Landrat hebt die guten Eigenschaften der Schützen hervor und betont, dass man den Schießstandbau fördern würde, wo die Voraussetzungen dazu gegeben seien. Die Mitgliederzahl stieg in einem Jahrzehnt um 80%. Neun Vereine wurden neu in den Kreisverband aufgenommen. Durch die Einführung eines geringen Beitrages für jedes Verbandsmitglied ist es gelungen, den Kreisschützenverband so zu fundieren, dass die Verbandsarbeit finanziell gesichert ist. Harry Schmidt und Gerhard Weber wurden für ihren besonderen Verdienst um den Sport geehrt und erhielten einen Zinnteller.

        Besonders gelobt wurde der große Leistungsanstieg der Schützen. Leistungen, die noch vor wenigen Jahren als utopisch galten, besonders bei den Damen und der Jugend.

        An den Kreis- und Landesmeisterschaften nahmen 16 Vereine mit 581 Startern teil. Insgesamt ermittelte der Kreisverband 48 Kreismeister. Dreizehn Titel gingen nach Henstedt-Ulzburg, zwölf Titel nach Trappenkamp, sechs Titel nach Bad Bramstedt, sechs Titel nach Groß Kummerfeld, vier Titel nach Quaal, zwei Titel nach Bad Segeberg (Stadtvogelsch.Gilde), zwei Titel nach Berlin, zwei Titel
        nach Boostedt, ein Titel nach Wahlstedt. Bei den Landesmeisterschaften waren 94 Starter aus dem Kreis Segeberg zugelassen. Besondere Leistungen zeigten die Damen aus Bad Bramstedt. Die Zusammenarbeit mit dem Kreissportverband ist gut. 25 Vereine sind jetzt angeschlossen. Dank
        gilt besonders dem Schützenbruder Fritz Wäser, der dem Vorstand des Kreissportverbandes als 2. Vorsitzender angehört.

        Die Gesetzgebung wird neue Probleme für die Vereine stellen: Schießstandvorschriften, Lärmbelästigung, Waffengesetz. Im Schießstandbau wird man sich auf Schwerpunkte konzentrieren müssen. Das bedeutet, das
        nicht an jedem Ort, an dem ein Schießsportverein vorhanden ist, auch eine vollständige Schießsportanlage erstellt werden kann, erläuterte der 1. Kreisvorsitzende Brämer. In jedem Ort aber sollte man zumindest eine Schießsportart pflegen können und es sollte ein ganzjährig benutzbares
        Klubheim zur Verfügung stehen. Die Vereine müssen im Zuge der steigenden Freizeiterwartungen attraktiv sein. Die Vielfalt der Aufgaben wird schwer zu lösen sein und erfordert ein großes Maß an Idealismus und Arbeit. Die Anfangsschwierigkeiten bei der Einführung der neuen Luftgewehrscheiben sollten bald überwunden sein. Trotz niedrigerer Ringzahlen kommen die sportlichen. Leistungen besser zum Ausdruck. Neuwahl des 2. Kreisvorsitzenden Waldemar Siggelkow, Sp.Sch. Quaal (=Kreisjugendpfleger).
        Der 1. Kreisvorsitzende Ulrich Brümer kündigt an, daß er sich im kommenden Jahr nicht erneut zur Wahl stellen wird. Für Jugendleiter Lauritz Lorenzen, übernahm Oskar Weber, Trappenkamp, die Betreuung der Jugendlichen. Kreisrundenkampfleiter wurde Wolfgang Renk, Stadtvogelschützengilde. Schulungsleiter Harry Schmidt, Wahlstedt, und Pistolenreferent Werner Koltzau, Beckersberg, wurden bestätigt.

        7.3.70: 5. Bezirksschützentag in Kaltenkirchen. Ca. 120 Delegierte aus 38 Vereinen sind anwesend Ferner dabei sind u.a. der Vize-Präsident des NDSB Heinrich Volkmann, Landessportleiter Rolf Möller, Vorsitzender des gastgebenden Vereins Norbert Schumacher, stellv. Bürgermeister Dr. Hellmut Herbst, Schriftführer Jürgen Mose, Bad Oldesloe, stellv. Sportleiter Gerhard Weber, Trappenkamp, Rundenkampfleiter Günter Hultsch, Ahrensburg. Vorsitzender Harry Schmidt hört auf aus beruflichen und privaten Gründen, auch sein Amt als
        Bezirkssportleiter endet. Als sein Nachfolger für den Posten des 1. Bezirksvorsitzenden wird Eduard Page, Bad Oldesloe gewählt. Der Schützenverein Garstedt und die Schützengilde Friedrichsgabe (beide Norderstedt) gehören zu dem Zeitpunkt noch zum Bezirk VII Süd-West-
        Holstein.

        Juni 1970:
        Auf dem Schützen- und Volksfest in Kaltenkirchen wurde die von Max Czerwinski gestiftete Vereinsfahne geweiht und das erste Kaltenkirchnener Königspaar proklamiert.

        7.7.70:
        Sitzung der Bezirkssportkommission. Es wurde der Antrag vorgelegt, beim NDSB die Auflösung des Bezirks VIII zu erwirken. Der Punkt wurde bis zum
        nächsten Bezirksschützentag vertagt.

        Was sonst noch 1970 geschah:

        1.1.70:
        Aus den vier Gemeinden Friedrichsgabe, Garstedt, Glashütte und Harksheide entsteht die Stadt Norderstedt mit zunächst ca. 52.000 Einwohnern.

        1971

        20.2.71:
        Kreisschützenverbandstag in Wiemersdorf. Im Kreisschützenverband Segeberg sind jetzt ca. 2000 Mitglieder. 67 Delegierte aus Vereinen und Verband sind anwesend. Norderstedt ist mit 2 Vereinen dabei: Garstedt und Friedrichsgabe, obgleich beide z.Zt. noch nach den Nachbarverbänden orientiert seien. Man schlägt vor, dass beide Vereine einen schriftlichen Antrag auf Aufnahme in den Kreisschützenverband Segeberg stellen. Bezirksvorsitzender Eduard Page, Bad Oldesloe, macht in seinen Grußwort klar, dass der Bezirk VIII aufgelöst werden müsse, wegen Neuorganisation des NDSB. Es wird seitens der Vereine Wert darauf gelegt, dass die Mitglieder des Kreisvorstandes bzw. der Referenten ihren Jahresbericht selbst vortragen und dass nicht vom Vorsitzenden über die Tätigkeit der einzelnen Personen berichtet wird. Besonders groß war die Zahl der Landesmeister im Jahr 1970, deren Ehrung folgte. Der 2. Kreisvorsitzende Siggelkow erklärt seinen Rücktritt. Der 1. Kreisvorsitzende Ulrich Brämer stellt sich nicht erneut zur Wahl, er ist seit 18 Jahren ehrenamtlich tätig. Neuer 1. Kreisvorsitzender wird einstimmig Heinz Rönnau. 2. Kreisvorsitzender wird einstimmig Kurt Uhlig.

        20.3.71: 6. Bezirksschützentag in Reinfeld. Details darüber sind nicht bekannt.

        24.7.71:
        Nachdem bereits Ende 1968 die Mitglieder und Wirtsleute Herbers den ehemaligen Kuhstall zur Verfügung stellten, konnten die Sportschützen
        Quaal heute ihr neues und dringend benötigtes neues Schützenhaus feierlich einweihen. Die Umbaukosten beliefen sich auf etwa DM 23.000,- und viele freiwillige Arbeitsstunden.

        Was sonst noch 1971 geschah:

        6.7.71:
        Louis Armstrong – König des Jazz – verstirbt im Alter von 71 Jahren in New York.

        1972

        19.2.72:
        Kreisschützenverbandstag in Henstedt-Ulzburg. 21 von 26 Vereinen/Gilden mit insgesamt 72 Delegierten sind anwesend. Ehrengäste u.a.: Kreispräsident Wengel, Bürgervorsteher Vanselow, Bürgermeister Glück, Kreisjugendpfleger Kühl, 1. Vorsitzender Kreissportverband Herbert Lange, Landesschützenkönig
        Ernst-August Schlüter. Bei der Totenehrung wurden stellvertretend für die Verstorbenen genannt: Georg von Opel, Präsident des Deutschen Schützenbundes, und Otto Steenhusen, für den Kreis Segeberg. Der Kreisvorsitzende Heinz Rönnau berichtet: Am 17.2.72 hat im Schützenhaus in Bad Oldesloe unter der Leitung des Beziksvorsitzenden Eduard Page eine Sitzung stattgefunden, an der auch die Kreisvorsitzenden Rönnau, Scheel und Riebe teilnahmen. In dieser Sitzung wurde die offizielle Auflösung des Bezirks VIII vollzogen und der Scheiben- und Kassenbestand auf die 3 Kreise aufgeteilt: je 40% Segeberg und Stormarn, 20% Lauenburg. Nach Auflösung aller Bezirke besteht der NDSB nunmehr aus 16 selbständigen Schützenkreisen davon 3 kreisfreie Städte. Durch die Selbständigkeit der Kreisverbände wurde eine Überarbeitung der Geschäftsordnung erforderlich, was der 2. Kreisvorsitzende, Kurt Uhlig, in vorbildlicher Form erledigte. Sie wurde allen Vereinen/Gilden bereits zugestellt und auf dem Verbandstag einstimmig angenommen.
        Vordringlich soll der Breitensport gefördert, der Leistungssport unterstützt werden. Aber auch die Tradition ist zu pflegen. Es wurden im abgelaufenen Jahr 435 Leistungsnadeln verliehen.

        18.12.72:
        Die Gemeindevertretung von Kaltenkirchen fasst folgenden Beschluss: Der Schützenverein Kaltenkirchen erhält für den Bau einer Schießsportanlage ein angemessen großes Teilstück in dem in der Planung befindlichen Freizeitgelände (Erbbaurecht). Erste Kostenvoranschläge für eine solche Anlage belaufen sich auf etwa DM 280.000,-

        Was sonst noch 1972 geschah:

        26.8.72:
        Eröffnung der XX. Olympischen Spiele in München.

        5.9.72:
        Überfall auf das olympische Dorf durch arabische Terroristen – 15 Tote -.

        1973

        1.1.73:
        Die Schießsparte des Sportverein Schackendorf – SVS – wurde aufgelöst.

        17.3.73:
        Kreisschützenverbandstag im Dorf Berlin. Als Ehrengäste sind u.a. anwesend: Landtagspräsident Dr. Lemke, Landrat Graf Schwerin von Krosigk. Dr. Lemke erinnert an die von ihm als Ministerpräsident gestiftete Ehrenplakette für alle Vereine, die hundert und mehr Jahre bestehen. Kreisvorsitzender Heinz Rönnau überreichte dem Landtagspräsidenten eine Ehrenplakette als Dank für die Förderung des Schützenwesens. Wahlen: Aus gesundheitlichen Gründen scheidet Kurt Uhlig aus dem Kreisvorstand aus. Für Ihn wählte die Versammlung Paul Stehr, Stadtvogelschützengilde Bad Segeberg, zum 2. Kreisvorsitzenden. Harry Schmidt wird als Kreissportleiter gewählt und Rolf Burmester als Kreisjugendleiter. Es folgten die Wahlen der übrigen Referenten. Das erste Kreisschützenfest findet in Bockhorn statt (20 Jahre SSV Bockhorn)

        Was sonst noch 1973 geschah:

        25.11.73 Erstes Sonntagsfahrverbot wegen Ölknappheit nach Nahostkonflikt.