1954

Die Schützen des Kreises Segeberg streben eine engere Zusammenarbeit an. Hierfür ist die Gründung eines Fachverbandes – des Kreisschützenverbandes Segeberg – vorgesehen, der den Sport und die Tradition koordinieren soll. Gleichzeitig will man auch einen engeren Gedankenaustausch zwischen den Vereinen und Gilden fördern. Hans Lund, Stadtvogelschützengilde Segeberg,
stellt sich zur Verfügung und gilt als der erste Kreisvorsitzende des Kreisschützenverbandes Segeberg. Trotz der 1964 stattgefundenen Reorganisation des Kreisschützenverbandes gilt das Jahr 1954 als
Gründungsjahr für den Verband.

10.2.54:
Die Delegierten des Schützenbundes Nordmark (HH, SH, Nieders.) lehnen den Anschluss an den Deutschen Schützenbund ab. In der Versammlung in Hittfeld erklärte der Vorsitzende Dohmann, dass die Nordmark mit 17.000 Mitgliedern stark genug sei, ihren eigenen Weg zu gehen.

23.-27.5.54:
Erstes Norddeutsches Bundesschießen nach dem Krieg wird vom Deutschen Schützenbund in Kiel ausgerichtet. 50 Gilden und Vereine mit 6000 Mitgliedern gibt es in SH.

Juli 54:
In Anwesenheit des Vorsitzenden des Kreisschützenverbandes Hans Lund, gleichzeitig Ältermann der Stadtvogelschützengilde Segeberg, wurde der
Schützenverein Schlamersdorf gegründet. Er hat sich 1966 dem Berliner Sportclub als Sparte an geschlossen; der Schützenverein Schlamersdorf
wurde danach – noch 1966 – aufgelöst.

6.10.54:
Ernst Wickel – Ehrenältermann der St.V.Sch.G. – ist verstorben.

Oktober 54:
Neugründung in Wahlstedt

10.11.54:
Im Garstedter Lokal“Zum Weißen Roß“ (damals noch Kreis Pinneberg, später Norderstedt) trafen sich einige Garstedter Bürger, um einen Schützenverein
zu gründen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten u.a. Reno Hoyer, Egon Kleyer, Manfred Matthies und Erich Störmer.

Was sonst noch 1954 geschah:
Die Landesregierung stellt fest, dass es an Jugendgruppenleitern fehlt.

Juli 54:
Deutschland wird in Bern Fußball Weltmeister,
3 : 2 über Ungarn.

1955

5.2.55:
Die Stadtvogelschützengilde Segeberg feiert ihren Schützenball und wählt eine Schützenliesel! Es ist Ursula Sievers, Kirchstraße.

Februar 55:
Der Schützenverein Roland Bad Bramstedt will zehn 100 m KK Stände bauen, so Alfred Warnemünde, Vorsitzender.

4.55:
Die Sülfelder Schützengilde weiht ihren neu hergerichteten Schießstand ein: sieben KK Bahnen, zwei LG Stände. Es wird der erste König nach dem
Krieg ausgeschossen, Ernst Wilke. 1. Vorsitzender: Hermann Sorgenfrei.

15.5.55:
Einweihung Schießstand Schlamersdorf in Anwesenheit von Kreisvorsitzenden Hans Lund, Bad Segeberg, und Rudolf Rößler, NDSB Kiel, und vielen Vereinen aus dem Kreis Segeberg und dem Nachbarkreis Eutin.

29.5.55:
Der Bockhorner Schießstand am Schillersberg – Baubeginn bereits 1953 – wird freigegeben, zwei 50 m KK Bahnen. Eine mustergültige Anlage ohne fremde Hilfe errichtet, nur Eigenmittel, 2 Jahre Bauzeit. Vorsitzender: Revierförster a.D. Kricke.

Juni 55:
Die Gemeindevertretung von Ulzburg beschließt, gegen 5 Stimmen der SPD, die Freimachung der Schießhalle Beckersberg, die nach dem Krieg als
Flüchtlingsbehelfsheim ausgebaut wurde. Begründung: für den aufstrebenden Tourismus dringend erforderlich.

26.6.55:
Verbandstag des Kreissportverbandes; 1. Vorsitzender Walter Wandtland, Rickling, 2. Vorsitzen der war Herbert Lange, Todesfelde. Schützen waren offenbar zu dem Zeitpunkt noch nicht Mitglied im KSV. Ein Antrag auf Beitragssenkung von DM -,60 auf DM -,50 für Personen über 18 Jahre wurde angenommen; Begründung; da die Kassenlage es erlaubt.

6.7,55:
Hotel „Germania“, Bad Segeberg: die jahrhundertealte Segeberger Jägergilde, die 1935 im Zuge der „Gleichschaltung“ mit dem Schützenverein vereinigt wurde, soll wieder ins Leben gerufen werden. Der neue Name: Segeberger Bürgerschützen e.V. Schießen immer mittwochs ab 19 Uhr im Hotel „Germania“.

19.7.55:
Nachdem auch das Wohnungsamt der Freimachung der Schießhalle auf dem Beckersberg, Ulzburg, zugestimmt hat, bereitet man die Gründung eines Schützenvereins vor. Dieser will sich dem Kreissportverband an schließen, um die noch für den Ausbau fehlen den Mittel vom Sportförderungsausschuss zu
erhalten.

20.7.55:
Der Schützenverein Wittenborn wurde in der Gastwirtschaft „Studt“ gegründet. 50 Schützen haben ihre Mitgliedschaft erklärt. 1. Vorsitzender wurde Bauer und Bürgermeister Emil Grimm.

August 55:
Aus der Schützengruppe VdS Wahlstedt bilden sich zum 1.10.55. die Sportschützen Wahlstedt. 1. Vorsitzender wird Otto Brinkmann. Sie gehören
zum Bezirk Lübeck.

Oktober 55:
Erstmalig Rundenwettkämpfe des NDSB in Segeberg. Teilnehmer: Stadtvogelschützengilde, Schützenverein Schlamersdorf, Sportschützen
Wahlstedt, man schießt LG und KK

Was sonst noch 1955 geschah:

Februar 55:
Die erste Baby-Atombombe wurde in Nevada von einem Flugzeug abgeworfen und explodierte in 300 m Höhe.

18.4.55: Prof. Albert Einstein verstirbt im 76. Lebensjahr in Princetown/New Jersey, USA,

April 55:
In den USA wird das erste Radargerät zur Geschwindigkeitsüberwachung eingesetzt.

5.5.55:
Um 12 Uhr endet die Besatzungszeit in der Bundesrepublik.

8.9.55:
Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer und Delegation flogen heute nach Moskau. Ergebnis: Alle Kriegsgefangenen kehren in Kürze zurück, Aufnahme diplomatischer Beziehungen.

1956

Januar 56:
Hermann Schümann übernimmt die Führung der Kameradschaft Schmalfeld des Kyffhäuserbundes.

Januar 56:
Jahreshauptversammlung der Sportschützen Wahlstedt in „Eckerts“ Gasthaus. 1. Vorsitzender Brinkmann: Ausbau des Standes erforderlich, Wallanlagen sind bereits ausgebaut auf 4 Stände, Ausbau der Schießhalle hat begonnen. Es feh-
len noch DM 400,-.

Januar 56:
Generalversammlung der Stadtvogelschützengilde Segeberg. Hans Lund berichtet, man habe mit den Segeberger Bürgerschützen einen Burgfrieden geschlossen. Jeder Verein führe seine Feste so durch, wie die Mitglieder es für richtig hielten.

2.3.56:
Gastwirtschaft „Schröder“: 53 Personen gründen mit tatkräftiger Hilfe durch den 1. Vorsitzenden der Segeberger Bürgerschützen, Siewok, die neue Schützengilde Negernbötel. 1. Vorsitzender B. Schippereit. Schießen auf dem Saal einer Gaststätte. Die Gilde wurde nach einigen Jahren wieder aufgelöst. Neugründung als ROT-WEISS, siehe unter 10.2.79.

März 56:
Jahreshauptversammlung der Sülfelder Schützengilde im Gasthof „Kabel“: Es wird beschlossen, die Zugehörigkeit zum Schützenverband Stormarn und damit zum Landesverband Hamburg, vorläufig bestehen zu lassen. Die Betreuung und
Unterstützung durch den Verband Stormarn ist gut, enge Fühlungnahme zu Nachbar-Schützenvereinen in den stormarnischen Dörfern. Im Kreise Segeberg sind in der Nähe noch keine Schützenvereine wiedererstanden.

21.4.56:
NDSB Verbandstag im Hotel „Germania“ in Bad Segeberg. Die Kreise Stormarn und Lauenburg wurden von Hamburg in den NDSB übernommen. Es nehmen 4000 Mitglieder teil aus 110 Vereinen.

21.4.56:
Die Segeberger Bürgerschützen haben im Hotel „Stadt Hamburg“ einen Schießstand eingerichtet. Die Einweihung erfolgte durch den Präsidenten
des NDSB Rößler.

27.6.56:
Hans Lund legt sein Amt als 1. Ältermann der Stadtvogelschützengilde nieder, da er als Kreisvorsitzender viel zu tun hat. Nachfolger wird Heinrich Flucke.

29.6.56:
Gründungsversammlung der Ricklinger Bürgerschützen in der Gastwirtschaft „Zur Doppeleiche“ Rickling. Versammlungsleiter war der Bad Segeberger Major Spibek. 21 Bürger aus Rickling trugen sich in die Mitgliederliste ein. Die Wahlen ergaben: 1.Vorsitzender Emil Dröger, 2. Vorsitzender Albertus Ackermann.

Juli 56:
Stadtvogelschützengilde schießt Bezirksmeisterschaft in Lübeck und erringt 5 von 13 Titeln, die Wahlstedter Sportschützen holten 4 Titel.

Juli 56:
Baupolizeiliche Abnahme der 4 automatischen KK Stände vom Schützenverein Wittenborn.

August 56:
Der alte Schießstand der Kyffhäuser Kameradschaft Schmalfeld aus dem Jahr 1927 wurde neuerstellt und behördlich abgenommen.

September 56:
Herbert Lange, Todesfelde, wurde neuer 1. Vorsitzender des KSV, nachdem Walter Wendlandt 1955 verstorben ist.

September 56:
Der Schützenverein Traventhaler Bürgerschützen e.V. wurde neu gegründet in Anwesenheit der Segeberger Bürgerschützen. Schriftführer wurde Gerhard Asbahr, Regierungsoberinspektor am Traventhaler Landgestüt. Der alte Stand wurde wieder aufgebaut. Hat nicht überlebt.

20.9.56:
Der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Segeberg, Hans Lund, und die erfolgreiche Damenmannschaft der Wahlstedter Sportschützen (60 Schuß LG), reisen zur Deutschen Meisterschaft nach Nürnberg.

September 56:
Mit Hilfe der Stadtvogelschützengilde wurde in Todesfelde ein Schützenverein gegründet. Der Vorstand wurde noch nicht nominiert. Der Verein wurde letztlich nicht weitergeführt.

23.9.56:
Während des Wahlstedter Schützenfestes wurde Harry Schmidt beim LG-Aalschießen mit 29 Ringen bester Schütze.

Was sonst noch 1956 geschah:

26.7.56:
Ägypten schließt den Suezkanal, was einer Enteignung von England und Frankreich gleichkommt. Es kommt zum Krieg darüber.

Oktober 56:
Volksaufstand in Ungarn. Sowjetische Truppen/Panzer schlagen den Aufstand nieder.

November 56:
XVI. Olympische Spiele in Melbourne. Sportler aus der DDR und der Bundesrepublik bilden erstmalig eine gesamtdeutsche Mannschaft.

1957

Mai 57:
Ein neuer Verein etabliert sich: Schützenverein „Grün Weiß 1956“ in Bad Bramstedt.

August 57:
Die Segeberger Schützen sind beim Hamburger Schützenverein erfolgreich. Die Segeberger Bürgerschützen bewarben sich mit 20 weiteren Mannschaften um den großen Hamburg-Pokal und waren erfolgreich. Eine weitere Überraschung: Der Segeberger Bruno Haaks erzielte als einziger Schütze 50 Ringe.

18.8.57:
Die Ricklinger Bürgerschützen feiern ihr erstes Schützenfest, erster König wurde Werner Daniels.

1.9.57:
Im Beisein des Präsidenten des NDSB Rudolf Rößler, Kiel, und Kreisschützenmeister Wolfgang Müller feierten die Sportschützen Trappenkamp
nach ihrer Neugründung in diesem Jahr ihr 1. Schützenfest. Ursprünglich wurde der Verein im Jahre 1956 als „Bürgerschützen“ gegründet. Gründungsmitglied für „beide“ Vereine Alfred Wilke. König wurde Oskar Weber, Königin Eva Wohkrab. 1. Vorsitzender Schützenbruder Tumat.

1.9.57:
Heute fand eine Versammlung in der „Lindenklause“ in Itzstedt statt. Es sollte der Itzstedter Schützenverein gegründet werden. Anwesend waren auch Abordnungen der Segeberger Bürgerschützen und der Sülfelder Schützengilde. Die Gründung fand noch nicht statt. Man will versuchen, für die Leitung eines solchen Vereins einige geeignete ältere Einwohner zu verpflichten. Trotzdem soll der Schießsport sofort aufgenommen werden und zwar im Saal der Gastwirtschaft. Man will LG und Zimmerstutzen schießen. Ursprünglich war geplant, dass der Gastwirt Schorsch Meyer auf der Koppel hinter seinem Lokal einen 100 x 30 Meter großen Schießstand baut für 50 und 100 m KK. Immerhin erfand man bei diesem Treffen ein „Nationalgetränk“ genannt OTJE, bestehend aus Oldesloer Korn mit einer darin liegenden Cocktailwurst. Na dann PROST!

25.9.57:
Gründung der Schützengilde Beckersberg. Vorsitzender Otto Steenhusen. Er war bereits 20 Jahre Schießwart bei den Königsfüsilieren der Militärischen Kameradschaft Ulzburg gemeinsam mit Heinrich Petersen.

8.11.57:
Der Bürger Schützenverein Bornhöved will den alten Stand wieder aufbauen, damit im Frühjahr 1958 Einweihung erfolgen kann. Nicht realisiert, dafür wurde Trappenkamp gebaut.

Was sonst noch 1957 geschah:

1.1.57:
Die Saar kehrt heim, das Saarland wurde 10. Bundesland.

25.3.57:
6 Staaten unterschreiben in Rom den EWG-Vertrag.

September 57:
Das deutsche Segelschulschiff „PAMIR“ ging bei schwerem Sturm und Regen im Atlantik unter; es wurden nur wenige Matrosen gerettet.

1958

März 58:
Stadtvogelschützengilde Segeberg: Dreimal sind wir in den letzten 5 Jahren auf der Liste der zehn besten Schützen des Deutschen Schützenbundes vertreten gewesen, berichtet Hans Lund, Oberschützenmeister, auf der Hauptversammlung im Hotel „Zur Lohmühle“. Stolz ist man vor allem auf
die Jugendgruppe, die man in diesem Jahr mit zur Deutschen Meisterschaft nach Nürnberg nehme möchte.

März 58:
Die alte Mühle in Bad Segeberg soll Kreisjugendheim werden. Daher soll noch in diesem Jahr mit den Arbeiten begonnen werden.

Mai 58:
Nach sehr langer Pause tagte der Schützenverein Roland von 1911 wieder. 20 Schützenbrüder waren zur Stelle. Für drei Jahre wurde ein neuer Vorstand gewählt. Es wurde der Wiederaufbau des Schießstandes beraten. In Verbindung mit den Planungen des Jagdverbandes sollte es möglich sein, in absehbarer Zeit wieder ein zünftiges Schützenfest zu feiern. Voraussetzung ist, dass sich die Jung schützen einreihen, um den ROLAND zu stärken. Mit der Wiederherstellung der alten Anlage wurde begonnen, 5000 Mark wurden investiert, weitere 4000 Mark folgen im laufenden Jahr.

Juni 58:
Einen schönen Erfolg errang die junge Schützengilde Beckersberg bei den Meisterschaften des Pinneberger Schützenbundes. Beim 100 m KK Schießen wurde ihre Mannschaft Kreismeister und sicherte sich damit die Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften.

26.7.58:
In Stuvenborn beschäftigt man sich mit dem Gedanken, einen Schützenverein zu gründen. Vorsitzender soll Georg Harms werden. Der Schützenverein soll dem Sportverein Sievershütten angegliedert werden.

31.7.58:
Es gibt eine neue Schützengilde für Strenglin, Diekhof und Umgebung. Nicht weiter realisiert.

8.10.58:
Der Itzstedter Militärverein baut einen Schießstand. Den intensiven Bemühungen des Bürgermeisters Richard Arps ist es zu verdanken, daß
nunmehr mit dem Bau begonnen werden konnte. Er entsteht auf dem von dem Gastwirt Juhls kostenlos zur Verfügung gestellten Gelände. Der Schießstand wird sechs 50-m KK-Stände erhalten. Außerdem soll eine massive SchieBhalle aufgebaut werden.

9.12.58:
Auf dem Grundstück des Gastwirts Karl Eckert, Wahlstedt, wird eine Baracke von 24 m Länge und. 6,5 m Breite aufgestellt. Die Sportschützen erhalten darin eine 10 m Schießhalle für Luftgewehr. Die andere Seite der Baracke wird für den SV Wahlstedt zu 2 Umkleideräumen, Geräteraum, Waschraum und Toiletten ausgebaut. Der Jugendwohlfahrtsausschuss des Kreises Segeberg hat für diese Maßnahme einen Zuschuss bewilligt. Restfinanzierung durch Gemeinde und Vereine.

Was sonst noch 1958 geschah:

April 58:
Weltausstellung in Brüssel, Wahrzeichen ist das „Atomium“.

9.10.58:
Papst Pius XII. ist verstorben.

29.10.58: Im 11. Wahlgang wurde der 76-jährige Patriarch von Venedig, Kardinal Roncalli, zum Papst Johannes XXII. bestimmt.

1959

Januar 59:
Unzufrieden sind die Mitglieder der Schützengilde Sülfeld mit der Gemeindevertretung, weil sie den Antrag auf Ermäßigung der Lustbarkeits-
steuer für die Veranstaltungen der Gilde abgelehnt hat.

Februar 59:
Dr. Günther Lütjohann, Lübeck, wurde einstimmig in der Bezirkstagung der Schützenvereine im Hotel „Zur Lohmühle“ zum neuen Bezirksvorsitzenden gewählt. Der langjährige Bezirksvorsitzende Theo Hoffmann, Lübeck, hatte wegen hohen Alters seinen Rücktritt erklärt.

Was sonst noch 1959 geschah:

Januar 59:
Umsturz auf Kuba, Diktator Batista geflüchtet. Fidel Castro neuer starker Mann?

Januar 59:
1,3 Mio Arbeitslose, unerwartet starker Anstieg.

Juli 59:
Heinrich Lübke, bislang Bundesernährungsminister, löst Prof. Theodor Heuss als Bundespräsident ab.

1960

12.1.60:
Die Jugend der Stadtvogelschützengilde wird zum vierten Male Landesmeister in der Disziplin Luftgewehr.

Februar 60:
Walter Hintz, 1. Vorsitzender der Segeberger Bürgerschützen, berichtet auf der Generalversammlung im Hotel „Hamburg“, dass der Verein auf gutem Wege sei, im vergangenen Jahr habe man 16 neue Mitglieder aufnehmen können.

25.5.60:
Schmalfeld tritt aus dem Kyffhäuser-Verband aus und in den Deutschen Schützenbund ein. Gründung der Schützenkameradschaft Schmalfeld mit
80 Mitgliedern. Begründung für den Übertritt: Zu hohe Kosten bei den Kyffhäusern und keine Nachbarvereine. Bessere Möglichkeiten im DSB. Am
17.7.60 soll bereits ein Schützenfest stattfinden.

27.5.60:
Gesamtdeutsche Olympiaausscheidung im Gewehr- und Pistolenschießen. Präsident des DSB ist Georg von Opel. 300 Delegierte treffen sich auf dem Deutschen Schützentag, um das 100 jährige Jubiläum in 1961 vorzubereiten.

29.5.60:
Weihe der ersten Fahne der Schützengilde Beckersberg durch den NDSB Vizepräsidenten Hans Raschke, Elmshorn. Acht auswärtige Vereine waren mit ihren Fahnen erschienen, weitere Vereine hatten Abordnungen geschickt. Hans
Raschke vollzog die Weihe, indem er mit dem Fahnentuch der Fahne der Elmshorner Schützengilde von 1653 die enthüllte Fahne der Schützengilde Beckersberg berührte. Raschke: „Die Fahne soll mehr sein als ein Stück bestickter Seide. In Brüderlichkeit und Kameradschaft sollen sich die Schützen unter ihr zusammenfinden. Die Schützenfahne soll die Begeisterung für den Schießsport wecken. Sie soll ein köstliches Kleinod, ein Symbol der Einigkeit sein“. Otto Steenhusen, Präsident der Schützengilde Beckersberg, dankte
dem Amt Ulzburg für einen Wanderpokal.

31.5.60:
Schützenfest in Schlamersdorf, König wird Arthur Schramm, Königin Inge Schäfer.

23.7.60:
In Itzstedt erfolgt der Beschluß, den Verein „Kameradschaft ehemaliger Soldaten “ umzubenennen in Itzstedter Schützenverein in Tradition des
Itzstedt-Oeringer Kriegerverein von 1888 e V.

9.8.60:
Der Rohbau des Schießstandes in Itzstedt ist fertig.

13.8.60:
Das erste Schützenfest soll am 27. und 28. August in Itzstedt stattfinden.

16.8.60:
Auf der Wahlstedter Vorstandssitzung gibt man bekannt, daß am 28.8.60 die Einweihung des ausgebauten Schießstandes stattfinden soll. Man hat jetzt 60 Mitglieder.

19.8.60:
Dem Kreisschützenverband sind jetzt 13 Vereine beigetreten.

27.8.60:
100 Jahr-Feier des NDSB in Rendsburg und Weihe des neuen Banners.

17.9.60:
Die Anfang des Jahres gegründete Schieß-Interessenten-Gemeinschaft
Neversdorf richtet ihr erstes Pokalschießen aus. Diese Vereinigung wird
später nicht mehr erwähnt.

16.10.60:
Erstes KK-Schießen auf dem Stand der Roland-Schützen in Bad Bramstedt, nachdem die alte Schützenhalle im Mai 45 bei einer Explosion vernichtet wurde.

26.10.60:
Die Gemeindevertretung von Schmalfeld stimmt zu, der Schützenkameradschaft einen Vertrag für das Nutzungsrecht am Schießstandgelände Oland zu geben; ferner wurden DM 1000,- Zuschuß für die neue Schießhalle bewilligt.

21.12.60:
In Schmalfeld wurde beschlossen, im neuen Jahr die alte Schießhalle abzubrechen. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, soll mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen werden.

Was sonst noch 1960 geschah:

Februar 60:
Ein schweres Erdbeben zerstört die marokkanische Stadt Agadir.

September 60:
XVII. Olympische Spiele in Rom.

1961

24.1.61:
Der Name „Sether Schützenverein“ taucht in der Presse auf. Dabei handelt es sich noch um die Kyffhäuser, die damals versuchen wollten, in ltzstedt KK zu schießen, man blieb dann aber doch in „Selks Gasthof“.

25.1.61:
Hauptversammlung in Schmalfeld: Es werden die ersten Wahlen nach der Änderung von Kyffhäuser auf Schützenkameradschaft Schmalfeld abgehalten. Schützenmajorist Hermann Schümann. Waffen- und Gerätewart auf Lebenszeit Majestät Willi Köhn.

26.1.61:
Schützenkreis Segeberg ganz groß. Erfolge von Trappenkamp, Stadtvogelschützengilde und Wahlstedt. Ehrung auf der Tagung des Schützenbezirks Lübeck-Ostholstein durch den Bezirksvorsitzender Dr. Günther Lütjohann.

31.1.61:
Itzstedt: Der neue Vereinsname ist nunmehr ins Vereinsregister beim Amtsgericht Bargteheide eingetragen. Anschluss an den Hamburger Schützenbund.

19.4.61:
Nach 2 Jahren Bauzeit wurde der Ernst-Wickel-Stand in Bad Segeberg fertiggestellt und abgenommen. Die Einweihung ist für Anfang Mai vorgesehen.

Mai 61:
Am Vortag des Maifestes veranstaltete die Schützengilde Itzstedt ihr Anschießen. Erstmalig erschienen dazu die Mitglieder in den neuen
schmucken Grünröcken und Schützenhüten. Erstmalig wurde auch auf drei Ständen mit einer automatischen Scheibenanlage geschossen.

8.5.61:
Jahreshauptversammlung des Schützenverein Roland im „Bramstedter Wappen“. Hauptthema auf der Tagesordnung: Neubau einer Schießhalle und deren Finanzierung. Es ist geplant, an die Rückseite der Gerätehalle, die die Bramstedter Turnerschaft von 1861 am Rolandsportplatz errichtet, eine massive
Schießhalle von 21 x 8 Meter anzubauen. Es ist auch ein Schankraum mit Küche vorgesehen.

11.6.61:
Auf dem Sülfelder Schützenfest teilte der Vorsitzende des Stormarner Schützenbundes, Herbert Scheel, mit, daß die Schützengide Itzstedt neu
in den Kreisverband Stormarn aufgenommen wurde und bezeichnete es als Pflicht, diese tatkräftige Gilde zu unterstützen.

14.6.61:
Mitgliederversammlung der Schmalfelder Schützen im Gasthof „Zum weißen Roß“. Die alte Schmalfelder Schießhalle hatte man für einen Neubau abgerissen. Durch den Einspruch eines Anliegers gegen den Neubau kommt es jedoch zu Verzögerungen. Das Kreisbauamt hat allerdings eine Baugenehmigung in Aussicht gestellt.

27.8.61:
Schützenfest der Schützengilde Beckersberg. In steigendem Maße nimmt das Fest den Charakter eines richtigen Volksfestes an. Als Gastvereine waren gekommen: Itzehoe mit 2 Vereinen, Elmshorn mit 2 Vereinen, Stadtvogelschützengilde Bad Segeberg, „Gut Ziel“ aus Altona, Schützenkameradschaft Schmalfeld, Schützenvereine aus Garstedt, Renzel, Barmstedt (mit 35 Schützen !), Borstel-Hohenraden, Wilster, Uetersen und Halstenbek.

28.7.61:
In der „Quaaler Quelle“ gründen die Schützenbrüder Hans Höppner Rohder, Kurt Rohder, Wolfgang Müller und Bruno Haacks, jeweils mit ihren Ehefrauen, die Sportschützen Quaal e.V. Alle vier waren zu dem Zeitpunkt Mitglieder der Stadtvogelschützengilde Segeberg. Da den Herren der Schießsport in der Gilde nicht ausreichte, reifte der Gedanke, einen neuen Verein zu gründen, der sich dann weniger der Tradition dafür aber mehr dem Sportschießen widmen sollte. Die Federführung übernahm Hans Höppner Rohder. 1. Vorsitzender wurde der Lehrer Hans Krawolitzki. Der Schießbetrieb fand auf dem Saal der „Quaaler
Quelle“ statt.

Was sonst noch 1961 geschah:

20.1.61:
John F. Kennedy wird 35. US Präsident, er löst Präsident Eisenhower ab.

12.4.61:
Juri Gagarin als erster Mensch in einem bemannten Weltraumschiff. Im russischen Raumschiff „Orient“ fliegt er in 89 Minuten um die Welt.

13.8.61:
Die DDR baut in Berlin die Mauer.

13.10.61:
Der unvergessene Auftritt des Nikita Chruschtschow vor der UNO: Er trommelt mit seinem Schuh auf das Rednerpult.

1962

Januar 62:
Für die Stadtvogelschützengilde Segeberg wird ein eigener Marsch komponiert. Komponist und Texter ist Karl-Olof Trostmann aus Bad Segeberg.

1.2.62:
Auf der Jahreshauptversammlung der Schmalfelder Schützen wird beschlossen, dem Landessportverband beizutreten; ferner soll die Schützenkameradschaft beim Amtsgericht Bad Bramstedt eingetragen werden. Wegen des Einspruchs
eines Anliegers konnte mit den Bauarbeiten noch nicht begonnen werden.

1.2.62:
Itzstedt: Man beschließt einstimmig, eine Vereinsfahne anzuschaffen.

7.2.62:
Der Stutzenclub der Stadtvogelschützengilde lädt ein zu einem Luftgewehr Vergleichsschießen. Teilnehmer: Segeberger Bürgerschützen, Auswahl der Panzergrenadiere des Bataillons 182, Sportschützen Quaal und Trappenkamp, Sch.Kam. Schmalfeld, Sp.Sch. Wahlstedt.

27.2.62:
Auf der Vorstandssitzung der Wahlstedter Sportschützen berichtet Präsident Helmut Gerke, daß der Bezirk zukünftig DM -,25 pro Mitglied/Jahr Beitrag erheben wird. Die weitere Benutzung des Schießstandes wird durch die Bebauung der Kruse-Koppel und die Durchgangsstraße nicht mehr möglich sein. Die Gemeinde will binnen 2 Jahren die Standfrage klären. Schützenmeister ist Harry Schmidt.

20.3.62:
Die lange geplante Schützenhalle in Schmalfeld kann gebaut werden, die Genehmigung liegt vor; mit dem Anlieger sei eine Einigung erzielt worden.

April 62:
Kreissportverbandstag: Dem KSV angeschlossen sind 6 Fachverbände (kein Schützenfachverband), allerdings 6 Schützenvereine.

Mai 62:
Der Itzstedter Schützenverein – vor einigen Jahren neu gegründet – erhält die neue Fahne. Er ist Nachfolger des vor etwa 75 Jahren gegründeten Militärvereins Itzstedt-Oering. Die Fahnenweihe erfolgt durch den Vorsitzenden des Kreisschützenverbandes Stormarn, Herbert Scheel, Bargteheide.

Mai 62:
Einweihung der neuen Schießanlage in Bad Bramstedt durch den Vorsitzenden Günter Warnemünde.

17.6.62:
Es wurden erste Gespräche geführt über einen eventuellen Schießstand beim Sportplatz in Seth.

4.8.62:
Einweihung der Schützenhalle in Schmalfeld Schützenmajor Hermann Schümann betonte, die neue Halle habe nicht nur einige Tausend Mark gekostet, sondern auch 2300 Arbeitsstunden, die freiwillig nach Feierabend geleistet wurden.

31.10.62:
Bezirksschützenmeister Tueting nahm als Gast an der Mitgliederversammlung der Schützenkameradschaft Schmalfeld im Gasthof „Zum weißen Roß“ teil. Er erklärte, dass durch die Anmeldung neuer Schmalfelder Schützen beim NDSB in Kiel dieser sein 10.000. Mitglied bekommen habe.

7.12.62:
Gründungsversammlung des Sether Schützenvereins. Man beschließt, sich ab 1.1.63 dem Kreissportverband anzuschließen und die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht zu beantragen. (Mitgliedschaft im Kreisschützenverband erst ab Januar 1964.)

Was sonst noch 1962 geschah:

Januar 62:
Ein Weltraumschiff der USA fliegt wegen zu hoher Geschwindigkeit am Mond vorbei.

Februar 62:
Größte Sturm-Flutkatastrophe des Jahrhunderts in Norddeutschland. Allein in Hamburg gibt es mehr als 300 Tote, 17.500 Menschen müssen evakuiert werden.

Oktober 62:
Kuba-Krise auf dem Höhepunkt. Die USA verhängen eine totale Seeblockade gegen die sowj. Waffenlieferungen an Kuba.

1963

7.1.63:
In dem Bestreben, nicht aus der Übung zu kommen, veranstaltete der Schützenverein Roland auf der Kegelbahn des Hotels „Zur Mühle“ das erste
LG Winterschießen.

22.1.63:
Jahreshauptversammlung in Itzstedt. Vorsitzender ist Richard Arps. Jugendliche dürfen ab 14 Jahren schießen. Die Schießhalle soll erweitert werden, man will automatische Zuganlagen anschaffen und einen Tontaubenstand bauen. Besonders erfolgreich war die Jugendgruppe bei den Meisterschaften des Stormarner Kreisschützenverbandes.

30.1.63:
Auf der Versammlung des Bezirksschützenverbandes wird bekanntgegeben, das alle Schießstände, gleichgültig ob LG, LP, KK oder Tontauben, zukünftig alle 2 Jahre durch die Ordnungsämter überprüft werden. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass ab 1.1.63 die Haftpflichtversicherung des Landessportverbandes wesentlich verbessert wurde.

6.2.63:
Schmalfeld: Die neue Schützenhalle wird rege genutzt. Man hat eine eigene Satzung, die Schützenkameradschaft wurde als Verein eingetragen Hermann Schümann wurde als Vorsitzender wiedergewählt.

1.3.63:
Die Wahlstedter Sportschützen diskutieren, ob man sich in Schützengilde umbenennen solle.

24.3.63:
Landesschützentag in Neumünster, 300 Delegierte aus 180 Gilden/Vereinen.
Dem NDSB gehören jetzt 10.500 Schützen an. Hans Lund – Vorsitzender des Kreisschützenverbandes Segeberg – erhielt die GOLDENE Ehrennadel des DSB. Der bisherige Präsident des NDSB, Hans Raschke, wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Neuer Präsident wurde Hans Werdermann, Vizepräsidenten Alfred Lassen (Eckernförde) und Heinrich Volkmann (Tornesch).

27.3.63:
Schützenverein Roland: Der Mitgliederbestand hat sich 1962 von 61 auf 95 erhöht. Für DM 12.000 sollen autom. Zuganlagen gekauft und restliche Arbeiten an der Halle ausgeführt werden. Bis jetzt wurden DM 31.000 investiert. Man hofft auf einen Zuschuss vom Kreis. Es sollen Schützenuniformen und Hüte angeschafft werden.

27.4.63:
Verbandstag des Kreissportverbandes Segeberg in Kabels Gasthof in Sülfeld:
Über die Einstellung des für die Sportförderung zuständigen Jugendwohlfahrtsausschusses sagte Landrat Joachim Dorenburg: Wir sind – das da ich ohne Übertreibung erklären – eine von unserer Aufgabe besessene echte Gemeinschaft, die über Parteien und Organisationen hinweg nichts
weiter will, als unserer Jugend im Kreis zu helfen. Echte Freundschaft und Hilfsbereitschaft erfordert aber auch gerechte Strenge, die gebiete, nur da zu helfen, wo eigene Initiative, wahrhaftiger Gemeinschaftssinn und persönliche Opferbereitschaft erkennbar sind. Dem Kreissportverband gehören in Kürze 9 Schützenvereine an. Der Kreissportverband trägt sich mit dem Gedanken, für die Schützen einen eigenen Fachverband zu gründen. In nächster Zeit wird der KSV eine Gründungsveranstaltung einberufen.

4.5.63:
Kreismeisterschaften auf dem Ernst-Wickel-Stand in Klein-Niendorf. Etwa 120 Teilnehmer aus 7 Schützenvereinen sind dabei: Beckersberg, Schmalfeld, Trappenkamp, Quaal, Wahlstedt, Segeberger Bürgerschützen und Stadtvogelschützengilde. Es wird Luftgewehr im Saal des Schützenhofes geschossen.

14.5.63:
Sportschützen wechseln Bezirk. Die Sportschützen der Gilde Beckersberg werden vorerst weiterhin an den Meisterschafts- und Rundenwettkämpfen des Bezirks Lübeck teilnehmen. Ab 1.1.64. werden sie jedoch wieder an den Wett-
kämpfen des Schützenbezirks Südwest-Holstein, der die Landkreise Pinneberg und Steinburg umfasst, teilnehmen. So der vom Landesschützenverband genehmigte Antrag.

18.5.63:
Zwei Tage lang Schützenfest in Schlamersdorf. 74 Mitglieder hat der Schützenverein von Schlamersdorf und Umgebung. Vorsitzender Karl Schwien. Man schießt auch auf Tontauben. Schützenball ist in der Gastwirtschaft „Bewar-
der“.

21.5.63:
Gezielt – gekonnt und gewonnen: Hervorragene Ergebnisse gab es bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Sportschützen des Bezirks Ostholstein in Lübeck und Kücknitz. Die Sensation des Tages beim 100 m Schießen, 30 Schuss stehend, freihändig, brachten nicht die großen Vereine, sondern die Sportschützen Trappenkamp mit Oskar Weber, Siegfried Last, Emil Siebke, Arnold Langhans. Vizemeister wurden die Schützen aus Quaal.

25.5.63:
Schützenfest der Segeberger Bürgerschützen. Zum ersten Mal wurde bei den Bürgerschützen um die Würde eines Jungschützenkönigs geschossen: Erich Kramper erhielt als Geschenk ein Luftgewehr, gestiftet von seinen Eltern. Am Festumzug von der „Lohmühle“ aus nahmen 10 Vereine, u.a. aus Scharbeutz und Kücknitz, mit 8 Fahnen teil, ebenso Landrat Dorenburg. Ungekrönter Sieger bei den Wettbewerben wurde Bruno Haacks von den Sportschützen Quaal.

Juni 63:
Die Sülfelder Schützengilde feiert ihr 75. Stiftungsfest. Schützenoberst und Gärtnermeister Hermann Sorgenfrei – der seit 1931 im Amt ist – teilt mit, dass die Gilde am 25.11.1888 von dem Buchbinder Johannes Borgert in der Gastwirtschaft von Fritz Scheel gegründet wurde. Im Jahre 1953 lebte die Gilde nach dem 2. Weltkrieg wieder auf.

16.7.63:
Sportschützen Trappenkamp beschließen die Anschaffung einer eigenen Fahne, die 1967 zum 10-jahrigen Bestehen fertig sein soll.

8.8.63:
Die Rolandschützen, Bad Bramstedt, wollen zum Schützenfest im September wieder eine Majestät ausschießen. Die erste Majestät nach dem Kriege. König wurde Werner Seller. Der Verein hat z.Zt. 105 Mitglieder.

18.8.63:
In Wahlstedt wurde der Schießstand-Neubau seiner Bestimmung übergeben. Der Stand wurde in Gemeinschaftsarbeit mit dem Deutschen Soldatenbund/Kyffhäuser und der Gilde gebaut. Da die Wahlstedter Sportschützen die Aufgaben und Ziele der alten Gilde in zeitgemäßer Form weiterverfolgen und diese nunmehr auch offiziell übernommen haben, wurde beschlossen, den Namen in „Wahlstedter Schützengilde von 1665“ zu ändern und die Tradition der „Walstedter, Fahrenkröger und Barker Knechts- und Schützengilde“ von 1665 zu übernehmen und zu pflegen.

17.9.63:
Königsschießen in Trappenkamp mit der Luftpistole, da noch kein KK-Stand vorhanden ist.

19.9.63:
Der Schützenverein Roland Bad Bramstedt hat seinen Schießstand fertiggestellt. Nach langer Pause können die Rolandschützen nun zum ersten Male wieder mit einem großen Herbstpreisschießen an die Öffentlichkeit treten. Es kann auf 11 Ständen geschossen werden: LG, LP und KK.

5.10.63: 7 Kreispokalschießen der Stadtvogelschützengilde. Um den Landratspokal schossen 12 Mannschaften aus dem Kreisgebiet. Sieger wurden die
Sportschützen Trappenkamp. Daneben gab es eine Vielzahl weiterer Pokale zu gewinnen.

9.10.63:
Schießwettbewerb zwischen Sportschützen Quaal und einer Mannschaft des engl. Royal Army Service Corps. Quaal gewann mit 999 Ringen gegenüber 728 Ringen der Engländer. Bester Einzelschütze Bruno Haacks.

Oktober 63:
Die Wahlstedter Schützengilde hatte zu einem kameradschaftlichen Zusammensein im Gasthof „Gaedeke“ (Eckerts Gasthof) eingeladen, an dem
auch zwei Mannschaften aus Bjerringbro in Dänemark teilnahmen. Adolf Elfers erinnerte daran, dass in kaum 4 Monaten durch die großzügige Unterstützung seitens der Gemeinde, der Patenkompanie der Standortverwaltung Segeberg sowie zahlreicher Gewerbe- und Industriebetriebe und durch Eigenleistungen eine der modernsten Schießsportanlagen im Kreis Segeberg geschaffen wurde.

20.10.63:
Gründungsversammlung des SSV Groß Kummerfeld in der „Doppeleiche“ – Inhaber Herr Radtke in Groß Kummerfeld. 56 Gründungsmitglieder sind anwesend, u.a. Kurt Lienhöft. Günter Lehnecke wird zum 1. Vorsitzenden gewählt.

22.11.63:
Schmalfeld: Auf der Mitgliederversammlung berichtet Schützenmajor Schümann: Der Landrat Dorenburg, Kreissportverbands-Vorsitzender
Herbert Lange und Kreisausschussmitglieder besuchten die Schützenkameradschaft Schmalfeld. Man war von den Eigenleistungen stark beeindruckt. Der Kreisausschuss habe beschlossen, den weiteren Ausbau des Schießstandes zu bezuschussen, man könne also weiterbauen.

November 63:
Zum ersten Mal richten die Sportschützen Trappenkamp ein Betriebsmannschafts-Schießen aus, mit gutem Erfolg.

Was sonst noch 1963 geschah:

23.1.63:
Präsident de Gaulle und Bundeskanzler Adenauer besiegeln den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.

August 63:
Die Bundesliga wird gegründet, zukünftig bezahlter Fußball in Deutschland.

15.10.63:
Dr. Konrad Adenauer, 1. Bundeskanzler, legt sein Amt mit 87 Jahren nieder. Sein Nachfolger wird Ludwig Erhard.

22.11.63:
Präsident John F. Kennedy wird in Dallas/Texas ermordet.